Band 
Dritter Theil.
Seite
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annähmen, würde das französische Heer abziehen."-"')Allein dieses hatte sich zwei Tage früher der Stadt Vielbemächtigt, die mit allen Kantonen im Bunde war. Aufsolche Art setzte Mengaud mitten in den Kriegsrüstungenseine Schlangentaktik fort. Um Bern und Solothurn zuvereinzeln, bedrohte er sie mit der ganzen UebermachtFrankreichs und schläferte die andern Orte Lurch Schmei-cheleien und Lügen ein. Zn Solothurn fand eine Revo-lution Statt, ungeachtet die einzelnen Landestheile durchihre Abgeordneten die Aufrechthaltung der alten Regierungin allen ihren Zweigen verlangten. Das französische Mi-nisterium glaubte die Hitze seines Repräsentanten mäßigenzu sollen, daher Talleyrand an ihn schrieb: „Es scheint,daß die öffentliche Meinung in der Schweiz durch Zuwar-ten sehr gewinnt, und daß die Freiheit dort durch weisesZaudern Fortschritte macht, die sie anderswo nur kräfti-gem Einschreiten verdankt.... Was den unmittelbarenAntheil betrifft, den die französische Republik an den revo-lutionären Bewegungen der Schweiz zu nehmen hat, sosoll hierüber wiederum einzig das Vollziehungsdirektoriumzu Rathe gezogen werden."'")

143) Schreiben Menzauds an Lnzern, Basel den 22. Piuviose, Zahr VI,in Lullet!» oküo. I, 98—100.

144) Der Min. an Mengaud, 25. Piuviose. Mengaud schrieb am 9.Ventose an den Min.: „Die bernischen Abgeordneten haben mirmit alter Zerknirschung der verschmitztesten Heuchelei ihre Aufwar-tung gemacht, und, ohne mich im geringsten täuschen zu lassen,antwortete ich ihnen: „Sie bitten mich, die französische Regierungzu vermögen, Ihnen einen immerhin unglücklichen Krieg zu erspa-ren u. s. f., allein wir wollen den Krieg nicht, und zum Beweisdessen, was ich gegen Sie äußere, lade ich Sie ein, ungeachtetder zahlreichen Verstöße Ihrer Oligarchie, und wenn Sie inWahrheit gut gesinnet sind, wie die Absicht Ihrer Sendung undIhre Reden es anzudeuten scheinen, sofort und auf die wirksamste