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Diese Bewegungen verbreiteten sich auch in andernKantonen, in den einen mit Leichtigkeit, in den andernunter Widerstand. Zu Schaffhausen erhielt die Land-schaft erst nach achttägigem Drängen, daß die Bürger ihreVorrechte zum Opfer brachten.
Schwieriger war die politische Reform in Zürich .Nach einigem Widerstreben begann dieser Stand damit,Bodmer und die andern politischen Gefangenen von 1795in Freiheit zu setzen, und zu bestimmen, daß ihnen diebezahlten Bußen zurückerstattet werden sollen. Gliederder Regierung giengen selbst hin, die Thore der Gefäng-nisse zu öffnen. "§) Einer der Gefangenen verschmähtediese zu späte Gnade. „Nicht auf Befehl der jetzigenRegierung will ich das Gefängniß verlassen," sagte er,„die, deren Sache ich vertheidigt habe, sollen meine Fesselnbrechen, nur von ihnen will ich meine Freiheit wiedererhalten." Diese Weigerung erschreckte die Machthaberund erhöhte den Trotz der Landschaft.^) Den Stäfnernwurden ihre Waffen zurückgegeben und die Rückstellungihrer Briefe versprochen. Am 3. Februar beschloß dergroße Rath, den Wünschen des Landes zu entsprechen,um die Eintracht zwischen Stadt und Land herzustellen.Zwei Tage später wurde Freiheit und Gleichheit der poli-tischen Rechte zugestanden und bekannt gemacht; zugleichdie klein und groß Räthe bis zur Annahme einer neuenVerfassung für provisorisch erklärt. Zu achtzehn Abge-ordneten der Regierung und sechs und zwanzig aus der
Weise alle Ihnen zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden, um diehalsstarrigen Häupter Ihrer Regierung zur völligen Abdankungzu bewegen. Das Neblige wird sich dann von selbst geben, undmittelst der Preßfreiheit wird Ihnen bald geholfen sein." (?)
145) Uoniteur, 12. Febr. Hottinger, 334.
146) Bignon an den Min., 8. Plnviose.