Band 
Erster Theil.
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sich in Satyre ; die Menschheit brach in ein langes und bit-teres Lachen über ihre Leichtgläubigkeit und ihre Verir-rung aus. Es ist das Zeitalter des Dekamerons, desPantagruels, des Lobes der Narrheit, der Predigten überdas Narrenschiff, der Tvdtentänze und so vieler anderennärrischen Einfälle und possierlichen Malereien.

Das feine und spottsüchtige Volk des romanischen Hel-vetiens blieb diesem Geiste des Jahrhunderts nicht fremd.Wer kannte nicht die Gaukeleien der Dominikanermönchein Bern ? wer hatte nicht von den auf einem öffentlichenPlatze aufgeführten Schauspielen Manuels gehört? werzu Lausanne hatte nicht über die fromme Sorge gelacht,womit die Chorherren die Ratte fütterten, welche in derKathedrale eine geweihte Hostie gefressen hatte? Zwarblieb das Volk seinem Aberglauben ergeben: denn ver-wüsteten die Maikäfer die Felder, so verlangte es vonder Kirche, daß sie ihnen den Prozeß mache und sie ep-communicire^. Die Menge kniete noch immer im Vor-hofe von St. Peter oder der Notre-Dame . Aber in denmeisten Städten hatten die aufgeklärtesten Bürger mit dergeistlichen Macht den Kampf begonnen. Pverdun wolltenicht länger zugeben, daß seine Geistlichkeit von den öffent-lichen Abgaben frei sei ''). Zn den Zeiten der Unwissenheithatten die Geistlichen, die allein einige Kenntnisse besaßen,sich bei allen Verträgen des Lebens nöthig gemacht; siesetzten die Kontrakte auf, empfingen die Testamente, dien-ten statt der Notare und theilten sich mit den Weltlichenin die richterliche Macht. Die Stände des Waadtlandesuntersagten ihnen diese Verrichtungen; Moudon war meh-

2) kuckst IV. 279. Ausgabe von 1838.

3 ) kuckst I. — Alsnuel äs kuti-x. — Voigz äs proceäurs eil I'ok-kcistite äs I'evä^uv. U80pt.

4) GrenuS.