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rere Zähre lang im Bann um des Muthes willen, denes in dieser Sache entwickelte. Lausanne hatte lautdie Beschwerden über sein Kapitel ausgesprochen H. Esstellte das Leben der Chorherren als eine lange Orgiedar. Kein liederlicher Ort war ihren Wohnungen vergleich-bar. Von Wein berauscht, sah man sie des Abends denBerg heruntersteigen; sie waren zuweilen als Krieger ver-kleidet, schlugen mit bloßen Degen die Bürger und schlichendann in die Häuser, Nothzucht und Ehebruch zu üben.Keine Furcht, keine Schande hielt sie zurück. Mehr alsEinmal waren selbst die heiligen Hallen Zeuge ihrer Sitten-losigkeit geworden; während des Gottesdienstes hatte mansie in der Kirche sich zanken und prügeln gesehen. SolchenErauels klagte Lausanne seine Geistlichkeit arO).
So war überall der Kampf zwischen dem Alten undNeuen ausgebrochen. Nachdem die Literatur zu dem Un-gestüme des Angriffs beigetragen hatte, diente sie auch zurVertheidigung. Die gebildeten Männer jener Zeit gehör-ten drei Klassen an. Die Einen, dem Kultus des Schönenergeben, skeptisch in der Religion, hielten sich an denheil. Stuhl, wenn dieser seine Schätze über sie ausgoß,bedienten sich der Reform, wenn diese ihre Unabhängig-keit begünstigen zu können schien. Die meisten Männer,die eine hohe Stellung in der Gesellschaft einnahmen, sowie der oberste Kirchenfürst selbst, übten jene leichte Weis-heit, die vom Leben nichts verlangt, als Ruhm, Wissen-schaft und Wollust. Eine zweite Klasse umfaßte Männervon tieferem Ernste. Doktoren der Universitäten, Ma-gistratspersonen und Rechtsgelehrte sprachen lange vor
5) vocuiueos 8ur Is ksvs-6e-Vsu<1. — Nrivilsges äu ka^s-ile-Vavll. Uss. in der Sammlung von Müllinen. — kuckst I. 289-II. 62.