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Herren des Raths zu Grandson, „für den Willen unddie Art, wie ihr die Männer bei euch aufnehmet, diewir euch empfehlen. Sind wir nicht euere Herren?Glaubet nicht, daß ein solches Benehmen ungestraft blei-ben werde." Bald erschienen Gesandte in Grandson.Der Landvogt war dießmal ein Freiburger, und erhieltdaher seine Befehle von Bern . Die Gesandten ließendie Tempel zur Verkündigung des Evangeliums öffnen.Gegen die Mönche wurde wegen Beschimpfung und Ge-waltthat eine Klage erhoben; vor dem Ortsgerichte erfolg-los, mußte sie bei der Appellation nach Bern gewonnenwerden.
Indessen fanden täglich neue Aufreizungen statt. Einstdrangen katholische Weiber, denen die Predigt zu langegedauert hatte, mit großem Lärm in die Kirche undjagten, als die stärkern, die Reformirten hinaus ^). Einander Mal fuhr Farel mit den Leuten von Avonand,welche die Reform angenommen hatten, über den See.Mit den Eiferern von Grandson stürmten sie in dieKirchen und warfen Bilder und Altäre um. Das Gleichewiederholte sich in den Dörfern. Die Reformirten ge-wannen Boden; sie würden größer« Erfolg gehabt haben,wenn nicht die Gewißheit, einen günstigen Richter in Bern zu finden, sie von Gewaltthat zu Gewaltthat, von Ueber-treibung zu Uebertreibung hingerissen hätte ^).
26) Vvonand gehörte zur Vogtei Grandson.
27) Leu, Artikel Grandson. — Ruoknt III. 30. — Lebensbeschrei-bungen von Farel, besonders die von Choupart. — BernischeArchive, deutsche und welsche Sendschreiben. — I.es remarguesäs 8. l.soonUs, pssleur äs kr-mckson. — I.ellres äs I.e-comts, unter dem Namen dosn ds In llroix, in den BernerArchiven. — Die Vorrede zu den vewaLoriss ds 7. Leoomls.