Band 
Erster Theil.
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sandten eine abschlägige Antwort erhielten, kamen sie aufdie Summe zurück, welche die Genfer der Republik schuldeten. Sie brachten die Sache auch diesmal wiederzur Sprache; darauf erneuerten sie beim Rathe die Bitte,daß wenigstens, so lange sie anwesend seien, einer ihrerPfarrer in einem Kloster predigen dürfe. Die Syndicserwiederten: „3hr seid vielvermögend, und wenn ihreinen Platz beziehet, werden wir nicht versucht sein, euchzu widerstehen."

Mehr sagten sie nicht. Am 1. März 1534 holte Nach-mittags eine Truppe Reformirter Farel ab, und führte ihnin den Saal des Franziskanerklosters. An dieser Stättewurde das Evangelium zum ersten Mal öffentlich zu Genf gepredigt. Am folgenden Morgen waren die Katholikenin großer Aufregung. Ducret, Delarive nebst zwanzigandern Bürgern erschienen vor dem Rath und fragten,auf wessen Befehl Farel gepredigt habe. — „Nicht aufden unsrigen," erwiederten die Gesandten von Bern , diesich sogleich in die Versammlung begeben hatten. „DasWerk, um welches wir so lange angehalten haben, istdurch Gottes Eingebung zu Stande gekommen, wofürwir ihm Dank sagen. Zetzt bitten wir Euch, unsern Pre-diger da zu lassen, wo die Vorsehung ihn hingestellt hat,und verlangen unsern Abschied." Der Rathsbeschlußwurde den Gesandten in ihre Wohnung gebracht. Manbat sie, ihre Prediger mitzunehmen. Die Berner ent-gegneten: „3hr sehet, daß Euer Volk von dem Wunschebeseelt ist, das Evangelium in seiner Reinheit zu hören;widersetzet Euch nicht einer guten Sache. Ueberdieß wisset3hr, daß die Freunde Berns denjenigen nicht entgegen-treten, welche das Wort Gottes suchen." Die Pfarrerverblieben daselbst und fuhren fort, im Kloster zu Rivezu predigen.