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finden seien, und fand sie überall eher als bei den Menschen,die sich anspruchsvoll gegen das allgemeine Gesetz derChristenheit erheben.
Zu einer zweiten Zusammenkunft legte der Rath dieFrage über das Fasten vor. „Zch weiß," sagte Furbity,„daß unser Heiland den Genuß des Fleisches nirgendsverboten hat; ich folge in diesem Stücke dem heil. Thomas."Die Herren von Bern griffen genau auf, was ihm ent-schlüpft war. „Zhr behauptet daS Evangelium rein ver-kündigt zu haben, und bekennet euch doch als einen Pre-diger der Träumereien des heil. Thomas." — Der guteVater sah ein, daß ihm nichts mehr übrig bleibe, alssich dem Ermessen des Rathes zu überlassen, und seinerEhre zu vertrauen. Als er sich weigerte, von der offenenKanzel zu widerrufen, wozu er verurtheilt worden, wurdeer ins Gefängniß geworfen °).
Nachdem die Werner Gesandten sich auf diese Weiseihres Gegners entledigt hatten, gingen sie einen Schrittweiter und verlangten einen Tempel für ihre Prediger.Dieser neue Vorfall verursachte neue Unruhe. „Zhr ver-langt mehr von uns, als uns zu gewähren möglich ist,"antworteten endlich die Syndics. So oft aber die Ge-
6) Die vorigen Quellen. — Dazu noch eine Schrift, die in Neuenburgherausgekommen und 1634 in Genf wieder aufgelegt wurde,und die Disputation FarelS mit Furbity enthält. Haller schreibtdiese Schrift einen, Katholiken zu, dessen Unparteilichkeit er rühmt(Bibliothek der Schweizergeschichte III, 373); allein der römischeKatholik ist niemand Anders, als Farel. Um die verläumderischenGerüchte, welche im Umlauf waren, niederzuschlagen, erlaubte sichder Prediger einen frommen Betrug, und unterschob seinem Berichteden Namen eines Notars zu Genf , den er einem Freunde schreibenläßt. I,eltrs >Is kuiel «>u IxpoKrupIre. I.ettre a k'slirz' <lu22 Mai 1835. — Eine Relation über die Disputation, imJahr 1611 zu Chambery herausgekommen, theilt die Thatsachenunter einem offenbar falschen Lichte mit.