Band 
Erster Theil.
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Reise hatte seine Hoffnung getäuscht ^). Die schweizeri-schen Städte hatten sich schnell von ihrer ersten Mutlo-sigkeit wieder erholt. Bei allen Klagen, die nach einemunglücklichen Kriege laut werden mußten, hatten die Völ-ker dennoch Beweise ihrer Anhänglichkeit an die Reformgegeben, und die Regierungen wußten dies zu benutzen.Sie wandten sich mit Festigkeit und Milde an ihre Un-terthanen; sie ließen jene Sprache vernehmen, welcherdas Volk allezeit bereitwillig glaubt; bald gewahrten siean untrüglichen Zeichen, daß sie sich das Zutrauen ihrerAngehörigen wieder erworben hatten. Basel sah, in Folgeeiner Hungersnoth, in welcher es sich den Armen hülf-reich erwiesen hatte, aus den meisten Gemeinden Abgeord-nete vor sich erscheinen, welche ihm die Titel zurück-stellten, die in dem Aufstand von 1Z25 an das Volk ge-kommen waren; indem die Gemeinden ihre Reue gegendie Stadt bezeugten, baten sie dieselbe, „sie immer fürihre armen und gehorsamen Unterthanen zu halten °)."Zn Zürich hatte Bullinger Zwingli's Macht fast gleich-zeitig mit dessen Stelle geerbt. Auf das Gerücht, Sn-nius, der Gesandte des heiligen Stuhles, habe den Zü-richern die Auszahlung der rückständigen Pensionen aner-boten, wenn sie ihm wieder in ihre Stadt zu kommen er-laubten, gerietst der ganze Kanton in eine Bewegung,daß die Obrigkeit diese Besorgnisse durch ein Mandat be-schwichtigen zu müssen glaubte, worin sie ihre An-hänglichkeit an die Reform bezeugte *°).

Zu Bern zeigten Bürger und Bauern eben denselben

8) Ruelint 111, 142. — Archive in Turin , oo'Luirrori,

Alsrro, I bis ?lo. 29.

g) Wursteistn, VIII. Buch. — Ochs, Geschichte von Basel , Jahr 1532.10) Meyer's evangelische Gemeinde in Loearno, I. 1. 198. — I. I. Hot-tinger's Kirchengeschichte IH., Buch VI.