Band 
Erster Theil.
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ins Auge, wo die Reform schnelle Fortschritte machte; er-setzte Deutschland in Schrecken, und schickte Genf und denSchweizerkantonen Befehle. Als er den Eidgenossen seinenTriumph über die BarbareSken anzeigte, forderte er siezugleich aus, Genf zur Erfüllung seiner Pflichten gegendas heil. Reich, gegen den Herzog von Savoyen undgegen den Bischof anzuhalten ").

Unter diesen Umständen wurde die Tagsatzung derKantone im September 1535 zu Baden eröffnet. DieGesandten Karls III. erschienen daselbst voll Zuversicht,die Genfer mit geringer Hoffnung. Getheilt, wie dieEidgenossen waren durch ihre Interessen, die Religionund einen Haß, welchen das im Bürgerkriege vergosseneBlut nicht auszutilgen vermochte, mußte ihnen Alles ernstvorkommen. Nur kurze Zeit vorher hätte Luzern , aufein unbestimmtes Gerücht von thätlicher VerwendungBerns zu Gunsten der reformirten solothurnischen Flücht-linge, zu den Waffen gegriffen. Wie bedenklich mußtensie demnach eine Frage, wie die genfersche, finden! Alleines nahm dieselbe eine Wendung, worauf Genf und Bern kaum zu hoffen gewagt hatten. Die katholischen Kantonewaren der Sache müde. „Soll denn diese Streitigkeitimmer währen, und müssen wir, so oft wir beisammensind, bis zum Ueberdruß davon reden hören?" Mitsolcher Sprache machten die Gesandten von Luzern , Uri,Schwyz, Unterwalden, Zug und Solothurn einen letztenVersuch, Bern und Genf zur Unterwerfung unter denBeschluß der Tagsatzung von Luzern zu vermögen. Alssie dieselben aber entschlossen sahen, nicht nachzugeben,sagten sie: „Nun denn, wir mögen uns, was uns be-trifft, nicht mehr in diese Sache mischen." Diejenigen

11) Werner Archive. — Tagsiitzungsabschiede.