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seiner Freundschaft, und jede dieser Versicherungen schloßmit der Bitte um ein Aufgebot von Soldaten. Das Fußvolkdes Königs bestand noch immer fast ganz aus Schweizernund Landsknechten. Der französische Adel diente zu Pferd;das Volk kannte die Waffen nicht. Zwar hatte Franz I. versucht, eine Nationalmiliz zu errichten; aber die Or-donnanz, welche die Bürger, Handwerker und Leibeigenenin Krieger verwandelte, drohte in jedem Artikel mit Er-drosseln, Hängen, Ohrabschneiden oder öffentlichem Aus-peitschen; und solche Mittel waren nicht geeignet gewesen,eine französische Armee zu bilden. Der König hing darumauch jetzt noch von schweizerischen und deutschen Söldnernab. Aber zu welchem Zwecke bewarb er sich um Truppen?Man wußte, daß er sein Kriegsvolk an den Gränzen vonBurgund zusammenzog. Wollte er etwa, Mailands müde,die Grenzen Frankreichs durch die Eroberung der Frei-grafschaft und Savoyens erweitern, und sich die Straßennach Deutschland und Italien öffnen? Was mußte indiesem Falle aus Genf, dem Waadtland, der Eidgenossen-schaft, neben dem vergrößerten Frankreich werden? Oderwollten sich die beiden Fürsten vereinigen, um der Re-form Einhalt zu thun und die Rechte der Völker zuzerstören? Beide haßten mit gleicher Leidenschaft Alles,was ihre Gewalt beschränkte. Kaum war der Kaiser vonder afrikanischen Küste zurückgekehrt, als er laut die euro-päischen Freiheiten bedrohte "). Er faßte die Niederlande
10) Sleidan, IX. Buch. — klsur^, coulia. XXVII. — öiswoucki,kistoirs ckes Vi-suxsis, XVI. — IckUerss Vrsnoisei I. spuckkreker. lom. III. wer. 6srio. — Melanchwns Briefe. —Ksillsrck, kistoire cke krsnvois I- loms VI. — vulsure,distoire cke ksris, IV. — Lrespiu, disioire ckes wsrl^rs. —Der« , distoire ckes egiises relormses , I. — Ksruisr, XXII. —vsuiel V. — kerouius, üb. VIII.