Band 
Erster Theil.
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erwarteten. ES ging ihnen über die Köpfe weg. Nunverließen sie den Graben, sprangen über die Hecke undstellten sich kühn vor den Feind hin. Anstatt ihre Büchsenwieder zu laden, bedienten sie sich derselben als Keulen.Man bemerkte in der Schaar eine Frau, die im Eiferfür daS Evangelium gleich ihrem Manne und ihren dreiSöhnen stritt. Sie trug ein zweihändiges Schwert undermunterte die Zhrigen: „Mit diesem Schwerte wollt' ich,auch wenn ich allein wäre, mich gegen alle diese Savoyardenschlagen!" Alle hielten sich, wie eS herzhafte Männer inverzweifelter Lage thun; auch warf endlich ihre hartnäckigeTapferkeit die Ueberzahl in die Flucht. Der Boden warmit drei- bis vierhundert Savoyarden bedeckt; man fandunter den Todten die drei Führer und mehrere Priester.Die Schweizer hatten nur sieben Mann verloren. Knieenddankten sie Gott; dann setzten sie den Berg entlang ihrenWeg nach Genf fort. WaS trug sich inzwischen in dieserStadt zu --)?

Die Rückkehr ihrer Gesandten von der Tagsatzung unddie Nachricht, daß von Bern keine Hülfe zu erwartenwar, hatte in Genf einen sehr ungleichen Eindruck ge-macht. Einige hatten den Muth verloren oder knirschtenvor Unwillen. „Ohne Zweifel, meinte der Feldhaupt-mann, Zean Philipp, erwarten sie, wir ergeben unsihnen; aber daraus soll nichts werden." Andere sagten,

15) Frommt. — Werner Archive. — Stettler. — Roset. — NuchatII. 416. — Das epische Lied des Werner Soldaten nach derRückkehr aus der Schlacht, in Werner Steiner. Es findet sichim Llrronigueur, recueil Irislorigue, Seite 165. — Gui-chenon erwählt diesen Vorfall so: „Ihre Majestät ließ in Neuenburgtausend Mann auSbeben; die von Ger waren edelmüthig genug,den Durchpaß zu verweigern; zweihundert der Zhrigen griffenden Feind an, tödteten ihm dreihundert Mann und schicktendie übrigen mit Geleit nach Frankreich ."