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den sie es gesendet, erhielten die Schweizer eine brüder-liche Antwort §). Mehrere Jahre wurde kein neuerSchritt gethan ^).
Es ist merkwürdig, wie sich unterdessen die Sitten derReform zugleich mit ihrem Glauben entwickelten. ZwanzigJahre früher hatte in den Schweizerftadten, wie es derAblaß der Kirche und der Söldnerdienst mit sich brachten,ein ausgelassenes und vergnügungssüchtiges Leben ge-herrscht. Viele Bürger, die der Krieg oder das Gold derFürsten bereichert hatte, besaßen Paläste in der Stadt,reiche Schlösser auf dem Land. Die Pensionen verschafftenihnen eine schwelgerische Tafel. Man lebte zu Hause,wie man es im Felde gelernt hatte?). Seit aber dieStädte sich ihrer Reform rühmten, wurde in allen einKampf gegen die alten Sitten geführt.. Die Mandate,die Gerichte, die Predigt unterstützten sich gegenseitiggegen das entartete Wesen. Das Gesetz erklärte jedendes Landes verlustig, der durch Ränke irgend einer Artden Söldnerdienst wieder einzuführen versuchte. Dieschlechten Weiber wurden aus den Straßen verjagt, diesie bisher bewohnt hatten. Zu Zürich fielen die Gütereiner im Ehebruch ergriffenen Frau ihrem Manne zu ^).
5) Brief vorn 10. Dezember 1537.
. 8) Ochs, Geschichte von Basel , VI. — Hagenbachs Geschichte der
' Basier Confessson. — Uuskat, kistoiro 6s I» relormation 6s
I I» 8uisse,2. sä. IV, 61. — Archive.
- 7) Briefwechsel der Reformatoren, namentlich Hallers, Bullingers
^ und Myconius. — Hallers Leben von Kirchhofcr. — Bern .
Mausoleum. — Kühn, Berns Reformatoren. — Zürich hatte die^ Einfachheit noch weniger als Bern bewahrt. Im Jahre 1529
, zählte man daselbst unter 923 Bürgern 62 Kaufleute, 50 Weber,
, 130 Adelige und Rentner, 87 Wirthe, — Ochs, Geschichte
^ von Basel . — Seb. Wagner, v. Kirchhofer.
8) 1527. — Zu Bern konnte der Ehebrecher an dem Orte des Ber-