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Bildung und ein geregeltes Leben auszeichneten. DieseGeistlichen, die gegen einander so streng waren, ver-wendeten sich für die Wiedertäufer. Bern hatte alle Dis-sidenten") aus dem Lande gewiesen. Wenn unsere Kirchensich reinigen, sagten die Pfarrer, wenn unsere Magistratesich bessern, so werden die Wiedertäufer von selbst auf-hören, die Führer der Heerde falsche Propheten zu nen-nen, und zu behaupten, ein Christ könne im Staate keinAmt bekleiden. Wir bitten die Obrigkeit, nicht zu ver-gessen, daß der Glaube eine Gottesgabe ist, und dieZüchtigung für den Fall zu sparen, wo die Dissidentendas bürgerliche Gesetz übertreten haben "). Bern bestandnichts desto weniger auf der Verweisung der Sektirer,und verurtheilte diejenigen zum Tode, die sich nicht daranhielten. Zn stürmischen Zeiten will man wissen, auf wenman zählen kann ").
Ueberall erwachte ein großer Eifer für das Studium,und besonders zogen die heiligen Schriften die Gelehrtenan. Die Reformatoren hatten sich auf die Bibel, gleichwie auf die Charte des christlichen Volkes, berufen; mitder Bibel waren sie vor Gott und vor die Könige ge-treten. Jetzt erschien rasch eine Reihe von Ausgabender heiligen Schrift. Während Tindal sie in englischerSprache, Bruccioli in italienischer herausgab, vollendetendie Pfarrer und Professoren zu Zürich ihre schöne Ueber-setzung^), und aus den Pressen von Neuenburg ging
17) Papisten, »der Baptisten.
18) Halter sivßte ihnen diese Gesinnung ein.
19) Bullinger, Bedenken der Gelehrten, 1535. Er sagt: besser sei,ein Glied abzuschneiden, als den ganzen Körper sterben zu lassen;in Dingen, die von den Umständen abhängen, gebe es keine all-gemeine Regel. — Bern . Archive. — Halters Leben. — Ruchat.
20) Die Zürcher Bibel hat der Uebersetzung von Robert Etienne zur