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Waadtland ins Freiburgifche, oder aus dem Emmenthal insEntlebuch kömmt, muß es auffallen, wie Gefichtsausdruckund Kleidung sich ändern; wie Ordnung und reiche Einfach-heit plötzlich mit Sorglosigkeit und bunten Farben wechseln.Die Reform hatte auf diese Weife ganze Völker geschieden,die früher nur Ein Volk gebildet hatten. Täglich ent-fernte sich die reformirte Schweiz weiter von derjenigen,die den alten Glauben behalten. So kam es auch ge-wöhnlich zu Schlägereien ^), wenn im Frühlinge dieSöldner, die für Frankreich geworben waren, in wildenBanden mit Paternostern am Halse, an den Händen undsogar an den Hosen, mit Tannzweigen auf den Mützendurchs Bernische zogen, und beim Anblick der entkleide-ten Kirchen und der Kirchhöfe ohne Kreuze etwa fragten:ob hier Hunde begraben liegen. Bern gestattete denDurchzug nur kleinen Banden, die jedes Zeichen derZwietracht ablegen mußten Zürich untersagte den-selben gänzlich. Allein durch alle Verordnungen konn-ten diese beiden Städte nicht einmal ihre eigenen Leute
Mädchen in der Ebene trägt ein anschließendes Kleid, in demsie sich leicht bewegt; die der Alpen ist in dem ihrigen wenigergekleidet, als eingewickelt. Hingegen trägt der Bauer doppeltso weite Kleider als der Aelvler; ein Torso neben dem Herkules.Der Kleidung entspricht der Aceent. Das dorische a der Bergewird in der Ebene zu dem ionischen e. Nergl. den Geschichts-forscher. IV. 352.
128) 1542 führten sich zu Lausanne AppenzeMsche Banden so unver-schämt auf, daß eine Schlägerei entstand, in welcher mehrereder Söldner auf dem Platze blieben. — Ebenso zu Genf , und1543 zu Arberg. Bern. Archive. Deutsche Missiveu.
127) Ohne ein Fähnlein sehen, noch Pfeiffer oder Tambouren hörenzulassen. Stetster, Manuscr. 1544 erlaubte Bern den Durch-zug nicht, weil der König das Waadtland nicht in die ewigeAllianz aufgenommen.