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bald sahen sich die Evangelischen "?), die eben beisammenwaren, von allen Seiten umringt. Indessen war es ihnengelungen, die äußern Rhoden , wo sich alles zur Refor-mation bekannte, von ihrer Gefahr zu unterrichten.Durch die rasche Dazwischenkunft der Eidgenossen wurdedas Blutvergießen verhindert. Die Katholiken versuchtennoch, durchzusetzen, daß in allen Gemeinden denen,die es wünschten, die Messe gelesen würde dochunter dem Hauvtmann Berweger hatte die Mehrheit be-schlossen, an der im Frieden von 1529 bestimmten Regelfestzuhalten. Bis ans Ende des Jahrhunderts bewahrtedieser Grundsatz die appenzellischen Rhoden vor neuenUnruhen.
Auch in Glarus machten die fünf Orte einen Versuch.Eine starke Abordnung erschien vor der Landsgemeindevon 1532, und forderte unter Drohung, vom Bündnißzurückzutreten, die Glarner zur Annahme ihres Glaubensauf. Obgleich die Evangelischen zu Glarus den Ueber-muth verloren hatten, den sie vor der Schlacht von Kappelbewiesen, ließen sie sich doch nicht einschüchtern, und eserklärten sich die meisten für Behauptung der Reform.Doch versprachen sie, was sie vor dem Unfälle Zürichs nicht gethan hätten, die Messe zu Näfels, Glarus ,
157) Beim Abendtrunke neckten sie die anwesenden Neformirten undwarfen ihnen Nadeln van ihren Reisern in die Gläser, mit derSpottbemerkung, „es sei gesund, ab denselben zu trinken."Zellweger, III, 1, 214. Sie riefen: „Tannast stand fast;Laubast fleuch fast." Walser.
158) Sie thaten es auf Anstiften der Gesandten, welche die fünfKantone nach Glarus und Appenzell geschickt hatten, um diesenbeiden Ständen für ihre Vermittelung zu danken (April 1532),Nbschiede-Sammlung in Luzern . — Hottinger, helvetische Kirchen-geschichte, III, 644.