Band 
Erster Theil.
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Monate abgelaufen waren, fanden sich mehr als zweiDritthcile der Stimmen auf Farels Seiteder in-dessen die Neuenburger noch nicht dazu brachte, dieGenferfche Ordnung anzunehmen. Da sich der Rathwidersetzte, so konnten die Pfarrer keine größere Auf-sicht ausüben, als sie sich von der Gemeinde durch daöAnsehen ihres Wortes verschafften^). Später nähertesich die Kirchenzucht deS Fürstenthums der Vermischen^).Wir werden an einer andern Stelle sagen, welchen Er-folg die Anstrengungen ViretS hatten.

ES waren aber nicht mehr nur die früheren FreundeCalvins, die auf seine Stimme horchten und seinemBeispiele folgten. Man holte von allen Seiten seinenRath ein, und überall säete sein Briefwechsel^') klugeWinke, aufmunternde Bemerkungen, Zauberworte auS.Zeder Lauheit wurde der Vorwand genommen, jederBlick nach hinten verscheucht. Ein starkes: Gott will es!verfolgte die Wankenden. Viele Personen, die in derSeele für die Reform gewonnen waren, entzogen sich

248) Farels Leben von Kirchhofer, II. L3. — Manuser. Biographie, inden Noten. — Inveutairs inser., Olivier karrst. — Sammlungvon Briefen und Urkunden, betreffend die Reformatoren vonNenenburg. — Bern . Arch. Welsche Missive» 154l. — CalvinsBriefe an Bucer. — Simmlersche Sammlung zu Zürich . — Cou-ventsarchiv zu Bern . Th. 19.

249) Orclonuaucs da k. tltiambrier, 5. ksvr. 1542.

250) 1550 erhielt Neuenburg eine vrisve disciplins; einen Auszug ausder Bernischen. Das Conststorium bestand aus dem Sekretär,dem Santier, dem Gerichtspräsidenten, drei Räthen des Fürsten ,dreien von der Stadt und einem Pfarrer. Jedes Jahr mußtees geändert werden. Aehnliche Konsistorien wurden in jederCastellanei errichtet. Die Edelleute wurden eingeladen, derenin ihrer Gerichtsbarkeit einzusetzen.

251) Unter dem angenommenen Namen Heppeville.