Band 
Erster Theil.
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ernst, scharf, und trafen. Wie arm, wie er uneigennützigwar, ist wohl bekannt^). Der Kardinal Sadolet, derihn zu Genf auf feiner Durchreise besuchen wollte, er-kundigte sich nach seinem Palaste. Wie erstaunte er,als ihm Calvin selbst die Thüre aufmachte in ganz ein-facher Kleidung! Er bezeugte ihm seine Verwunderung.Gewiß, antwortete Calvin; wenn ich für meine Bequem-lichkeit hätte sorgen wollen, so würde ich mich nicht vonEueren Faktion getrennt haben. In der Pest^°) warer der einzige Pfarrer zu Genf , der sich mit den Krankeneinschließen wollte, um ihnen geistliche Hülfe zu reichen.Aber die Obrigkeit nahm sein Anerbieten nicht an, indemsie selbst, sagte sie, immer seines Rathes bedürfe, unddamit auch den Durchreisenden Antwort ertheilt werde ^').

Das war der Mann, dessen Stimme die Reform er-weckt hatte, nun ihre Kräfte sammelte und ihr einenneuen Schwung gab. Sie machte gleichzeitig Fortschrittein Italien, in Frankreich, in ganz Europa . Doch derAugenblick, wo sie die Aufmerksamkeit auf sich zog,war auch derjenige des Erwachens ihrer Feinde. DieFriedensunterhandlungen zu Regensburg waren abge-

259) Er hatte seine Bücher verkaufen müssen, um seine Reise zubestreiken. Weder er noch Luther nahmen je ein Honorar vonihren Buchhändlern an. Sie kannten beide den christlichen Werthder Armulh; Insiruetion, IV. 4, 8. Er halte 100 ThalerGehalt, oder 300 Uivres tournois. l Prot. 4. Lkt. 1541.)Man erließ ihm Wohlseil sein «inenax« <Is I>oi8« (Juni1548). Er hielt nur einmal des Tages Mahlzeit.

280) April 1543.

261) Calvins beste Lebensbeschreibung befindet sich in der Borredezu seinem Josua und zu seinen Psalmen. Bolzec, Florimondde Remond, Maimburg werden gelesen werden, so lange derCalvinismus Gegner hat. Beza, Crespin, More, Senebierhaben Apologien geschrieben.