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Statt. Nachdem das Volk seinen Aberglauben befriedigthatte, sah es die Verwüstungen der Krankheit abnehmen, ,wie einst Karthago den Zorn der Götter abgewendet zuhaben glaubte, weil es ihnen zarte Opfer geschlachtet PUm dieselbe Zeit kamen zu Genf in jämmerlicherEntblößung einige Hundert Waldenser aus der Provencean, mit genauer Noth einer scheußlichen Metzelei ent-ronnen, in welcher ihr Volk, eines bessern Schicksalswürdig, untergegangen war. Die Waldenser, diese Ueber-reste einer ersten Reformation, bewohnten nicht alleindie piemontestschen Alpen; auch in Frankreich hatten sie,nördlich von der Durance, Einöden in Gärten verwan-delt. Zhre Berge reichten bis zu den Felsen, denen dieQuelle Vaucluse entspringt. Es war ein Land mitdreißig Dörfern und zwei Städten, Cabrieres und Me-rindol. Ringsum beneidete man ihr stilles Glück. Daswar ihr Verbrechen. Man wußte dem König nicht genugzu erzählen von ihrem Briefwechsel mit den schweizerischenReformatoren, durch welche sich die meisten hatten ver-leiten lassen, nicht mehr die Messe zu besuchen; von ihrenVerbindungen mit Republiken, deren Staatsform sienachahmen wollten; von der Zahl ihrer Wehrfähigen, !die schon auf sünfzehntausend gestiegen sei; von der Ge- >fahr, sie würden in Kriegszeiten Aix und Marseille be-drohen. Franz, der Karin V. geschworen, ihm die Re-form erdrücken zu helfen, war versucht, seinem Neben-buhler mit einem Beweise seines Eifers zuvorzukommen:er befahl; und bald standen von den Wohnungen nurnoch die Ruinen, und von einer blühenden Bevölkerungwar nichts mehr übrig, als etwa tausend Gefangene, die
5) Nvftt, IV, 60, 63, 71. - Savwn.