Band 
Erster Theil.
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den Galeeren entgegen sahen, in den Wäldern einige Un-glückliche, die sich mit Mühe vor dem Treibiagen ver-bargen, und diese Truppe, die durch tausend Gefahrenden freien Boden Genfs erreicht hatte. Europa entsetztesich. Calvin, Farel, Viret theilten einander ihre Be-kümmerniß mit: sie erfuhren, daß im ganzen Königreichedie Zahl der Märtyrer überhand nahm, daß man aufallen Straßen, die nach Paris führten, Leuten begegne,die in Fesseln geführt würden. Sie sahen täglich neueFlüchtlinge ankommen. Flehentlich wandten sie sich andie Schweizerstädte, daß sie ihre Fürbitte bei Franz I. einlegen möchten. Aber Frankreichs Pensionnäre °) ver-sicherten überall, der König habe nur Aufrührer bestraft,die den Bischöfen den Zehnen verweigert, es handle sichum Geld, nicht ums Evangelium. Indessen schrieben dieStädte. Der König antwortete: »Die Waldenser ha-ben nur die wohlverdiente Züchtigung für ihre Verbrechenempfangen. Uebrigens haben sich die Schweizer nichtum das zu bekümmern, was in meinem Königreiche vor-geht, wie mir auch gleichgültig ist, was sie in ihremLande thun?)

K) So redete auch Grignan zu Worms . — An der Tagsatzung derStädte drückte sich Calvin so aus: „Wollet ihr nicht den Königbei der Freundschaft, die er euch betheuert, zu andern, Ver-fahren gegen die Bekenner eueres Glaubens auffordern? Oderglaubet ihr etwa, was euch die Pensionnäre des Hofes sagen?Wie unglücklich wären die Frommen, wenn sie nicht den Herrenzum Rächer hätten? So schwer wiegen jämmerliche und leereVerläumdungeu, daß unser Zeugniß sie nicht zu entkräften ver-mag !" Calvin an Viret, 17. April 1545. Indeß klagt ernicht allein des Königs Pensionnäre an. »(Zuisungus Lpieuruiusapiunt, mirs Incerant." Calvin an Viret, September.

7) David von Busanton, ein Flüchtling, vermachte den Armen, diemit ihm geflohen, tausend Thaler. Andere ahmten ihm nach.