Band 
Erster Theil.
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Sinne gekommen. Da er die Güter der Ketzer unterseine Günstlinge und die Statthalter in den Provinzenzu vertheilen pflegte, so hatte sich die Habsucht mit derPolitik und dem Fanatismus vereinigt, um ihn in denVerfolgungen nicht erkalten zu lassen^). „Und christ-liche Städte sollten sich mit diesem Fürsten verbinden!Sie wollen eine mit dem Blute ihrer Brüder befleckteHand drücken? Glauben sie dieß ohne Versündigung gegendie Religion thun zu dürfen? Hat Gott nicht den Bundseines Volkes mit den Kanaaniten, Zosaphats mit Ahab^jverflucht, und den Makkabäer von jenem Tage an ver-lassen, als der Held auf die Römer sich stützte? Undwer weiß, gegen welchen Gegner Frankreich eure Armebrauchen will, ob nicht gegen Eduard von England , denFreund der Schweizer?" Zürich , von dieser Sprachehingerissen, beschloß fast einstimmig, auf Gott zu ver-trauen und sich des Bündnisses mit dem Könige zu ent-halten. Seine Bürgermeister, Lavater , der bei Kappet be-fehligt, und Johannes Haab, ein Mann von biederem undfestem Sinne gingen mit ihrem Beifpiele den Mitbürgernvoran. Länger blieb Bern unentschlossen, wo die fran-zösische Partei mächtig war, und obgesiegt haben würde,

62) De Thon, VI. 506. — Sismondi , XVII. 37g.

63) Er that es, weil er die Herzen kennt. Aber er hat Abraham nicht getadelt, daß er Abimelechs Freund war, noch David, daßer ihm nachahmte. Ein anderes ist 5 sich überall hin zu neige»,wo «in Schatten Aegyptens sich zeigt; ein anderes, in strafbarerSicherheit eine Stütze zu verscherzen, die uns Gott erlaubt.Wenn ihr vor Pharao flüchtet, so hütet euch in die Gewalt desAntiochus zu fallen. Calvin an Bullinger. Mai 1549. Unge-druckte Briefe.

64) Meyer, die evangel. Gemeinde in Locarno , I. 380. — Zürch.Arch. — Heß , Leben von Bullinger.