Band 
Erster Theil.
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auf eine Stütze gegen den Kaiser legen; aber ihre Geist-lichkeit, die an den Grundsätzen der Reformatoren fest-hielt , verdammte voll Eifer jedes fremde Bündnis. „ Gott segnet die Reform", sagten sie. „Zn den regenerirtenKantonen ist Jedermann besser geworden als früher; nurin katholischem Lande liegen die Aecker brach und wuchertder Bettel. Der Söldnerdienst hat einige Personenbereichert; die übrigen haben sich nur müßige Gewohn-heiten und Sitten geholt, welche der Schweiz die Strafedes Himmels bereiten. Söldnerdienst untergräbt dieFreiheit. Herrschen ist der Fürsten , Unabhängigkeit derRepubliken Glück. Sollten sich beide unter dasselbe Zochbeugen, so werden die letzter« aufgeopfert; und in mehrals Einem Kanton siegt schon die Macht des Königsüber die Obrigkeiten." So sprachen Bullinger zu Zürich und Haller zu Bern^). Unaufhörlich erhoben sie sichgegen den Menschenhandel, der aus einer biedern Nationein besoldetes Mördervolk schaffe, und neue Kraft ver-liehen ihrer Stimme die fortdauernden Verfolgungen inFrankreich . Dort immer neue Märtyrer. Zonen Hof-festen, jenen Turnieren, wo der gewandte Heinrich II. sich bewundern ließ, folgte stets, wie um den Leichtsinnzu sühnen, ein neues blutiges Schauspiel. Man erzählt,der König selbst habe einst seine Augen an der Q.ualeines seiner Leute, eines armen Nähters geweidet,der zum Roste verdammt worden; aber der Blick desSchlachtopfers, wie sich der Schmerz und der Muthdarin aussprach, sei ihm von da an nicht mehr aus dem

61) Simmler. Vita vullin^eri. — Ob einer christlichen freyen Stadtnützlich und heilsam , sich mit der Krone Frankreich zn verbinden. —Christliches Bedenken, ob eine löbliche Stadt Bern den Vertragannehmen muß. v. Haller.

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