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Johann III. im Jahre 1539 zu seinen Vatern ging, folgteihm Graf Michael, der schönste Ritter seiner Zeit'^).
Als Graf Michael die Huldigung seiner Unterthanen ^empfing, stand eä um sein HauS sehr schlimm. Seine ^Vorfahren alle hatten zu glänzen gesucht. Ein Mal
im Jahre pflegten sie die Hirten des Landes zu be-wirthen; gingen sie nach Freiburg , so hielten sie glänzen- >den Einzug, und ihre Lust war's, mit Pracht auf Turnie-ren des Adels und besonders am savoyischen Hofe zu er-scheinen. Zur Bestreitung dieser Ausgaben verkauftensie ihren Unterthanen nach und nach alle ihre Rechte,so daß sie an mehr als Einem Orte nur die Ober-lehnsherrlichkeit behielten. Ihre Einkünfte waren dahernicht mehr groß, in einer Zeit wo die Veränderungen,die in Europa das Vermögen erlitt, ihnen einen größer«Reichthum nöthig machten. Sie behalfen sich der Darlehn; ^
ihre stärksten Gläubiger waren die Herren von Bern und von Freiburg .
In dieser Bedrängnis befand sich Greyerz, als Bern die Waadt eroberte. Wir haben gesehen, wie dieses nachseinem Siege vom Grafen die Huldigung verlangte, weiler Savoyens Vasall sei, und wie sich Freiburg wider-setzte, und sogar auf Vivis verzichtete, um seinem edelnNachbar die Ruhe zu erkaufen. Aber nach demTode Johanns III. erneuerte Bern seine Aufforderung.
139) Greyerz war ein blühendes Land. Eine Menge Vieh weideteauf den Alpen und Matten. So viele Wohnungen als Weiden.
Die halb nomadische Familie wechselt fünf bis sechs Mal desJahres die Wohnung, je nach der Jahreszeit auf die Bergeund von denselben steigend. Voran geht die Heerde, an ihrerSpitze die schönste Kuh» mit Blumen geschmückt und mit derwohlklingendsten Glocke am Halse. Es wiederhallen die Alpe »vom Jodeln der Hirten. Ihre Gesänge schildern die Huld deralten Grafen und des Volkes Liebe zu ihnen.