Band 
Erster Theil.
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sogar nach Rom , die Herzen weckend, drängend, zwin-gend, den Weg des Heilands zu wandeln; und hier,wie anderswo, wurden die Großen noch freimüthiger ge-tadelt, als die Geringen: „Seid Christen dem Herzenund nicht bloß dem Namen nach "), rief er ihnen zu; ichrede euch fo, weil dieser Christenname zwar wohl vonMund zu Mund geht, aber, sobald man des Evangeliumswegen, welches der Scepter des Heilandes ist, sich de-müthigen sollte, fast keiner die Kraft hat." Bald suchtenauch viele Ztaliener in Genf eine Zuflucht. Der vor-nehmste unter ihnen war ein Neapolitaner, der Sohndes Markgrafen von Vico und einer Schwester des Kar-dinals Karaffa. Es war ihm nicht schwer gefallen, seinePaläste, seinen Reichthum, seinen Rang am Hofe Karls V.mit dem bescheidenen Hause zu vertauschen, das er inGenf bewohnte; aber was beinahe sein Herz gebrochen,war der Abschied von allem, was in der Welt ihmehrwürdig und lieb gewesen; von einer theuern Gattin,sechs Kindern, von seinem verzweifelnden alten Vater").Eine italienische Kirche bildete sich um ihn, deren ersterPrediger Maximilian, einer der Grafen von Marti-nengo, war").

So war Genf der Sammelpunkt der Reform, ihrRom , ihr Zerusalem geworden. Wenn die Pilger ausden Schluchten der Alpen und des Jura hervortratenund die Stadt des Herrn erblickten, so stimmten sie inihrer Freude einen Lobpsalm an. „Das ist sie, sagten

17) An einen Edelmann in Piemont , den 25. Febr. 1554. — Ru-chat, V, 544.

18) »loulelois il s'esticas ksurenx 6'svoir lrouxe un lies snrIn leres, oü il püt servir vieu saus colitrsäiotion.« — »UII int trenle-HULlre eins un exswpls äs Is vrrus xietö."Roset.

19) Rathsprot. 26 . Nev. 1551.