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der Mathurin Cordiev^), Marlorat, Berault, Seguier,Bertram; aber im sechzehnten Jahrhundert hatten siealle einen großen Ruf^). Hatten sie den Geist unsererZeit besessen, so würden sie uns ihre Verdienste geschildert,und in langen Denkschriften von sich selbst, ihrem be-wegten Leben, ihrem Antheil gesprochen haben an dem,was ihr Jahrhundert Großes hervorgebracht. Allein siebrachten jene Stunden, in denen wir die Welt überunsere Verdienste belehren, in der Unterhaltung mit Gottvon ihren Fehlern zu. Sie theilten ihr Leben zwischenStudien und Gebet und That, und erwarben sich um unserVaterland nur um so höhere Verdienste. Sie söhnten dasVolk mit der Reform aus; und wenn in der romanischenSchweiz einige Lust zu Studien, Liebe für Höheres, Eiferfür das, was des Menschen reinsten Ruhm ausmacht, be-merklich wurde, so verdankt sie es diesen Verbannten.Das Verständniß der heiligen Schrift machte Fortschrittein allen Gemeinden; ein erleuchteter Glaube erzeugtereinere Sitten; von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl derer,die zum Abendmahl erschienen^). Die Reform, dieeinige Zeit stehen geblieben, setzte ihre Eroberungen wiederfort.
Sie bemächtigte sich fast des ganzen untern Wallis ^),si'edrang nach Pruntrut. Farel brachte sie nach Metz , indemer die Pest, die dort herrschte, dazu benutzte, die Kranken
26) Calvin eignet mehrere seiner Werke Cordier, „dem gelehrtenSchulmeister,'.' zu.
27) llkavanuss, H,8toirs, mse. äs l'^eaäemis äs Lsussnas. —P. Bridel, Manuscr. über denselben Gegenstand.
28) Zu Romainmotier z. B. zählte man im Jahre 1554 hundertneunundneunzig Communikanten; im folgenden Jahre stieg die Zahlauf dreihundert und vierzig; die Mitglieder der Konsistorien wei-gerten sich nicht mehr, den Vorschriften der Reform Gehorsamzu verschaffen.
29) Im Jahre 1551 wurde vom Landrathe die Toleranz verkündet.