Band 
Erster Theil.
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Taufe; der Antrag auf strengere Verordnungen gegenGotteslästerung und Sittenverderben war mit wüthendemEifer, als handelte es sich um die Vorrechte der Bürger,verworfen worden. „Da seht ihr," schrie das Volk,„wie man uns mit diesen Edikten von Frankreich und vonZohann Calvin regieren will Umsonst waren Farelund Viret zu wiederholten Malen gekommen, um Vorstel-lungen zu machen. Die Libertiner begannen das Zahr 1553in der Hoffnung, das Gottesreich^in Genf zu stürzen "?).

Zn der größten Aufregung fanden die Wahlen statt;Gastmähler waren vorausgegangen. Es gelang, die Pfarrervon der Bürgerversammlung auszuschließen, wie auchvor der Reformation die Priester nicht daran Theil ge-nommen hatten. Perrin wurde zum Syndic gewählt.Um auch den Rath der Fünfundzwanzig zu reinigen, wurdeer eingeladen, jedes Zahr acht Männer zu bezeichnen,aus denen die Zweihundert vier neue Senatoren wählensollten. Die Libertiner hofften auf diese Weise mehrerevon der Partei der Rechtschaffenen aus dem Rathe zu ver-drängen, und sie mit jungen Männern, lauter KinderGenfs, zu ersetzen '^). Nachdem sie durch diese Ver-änderungen sich der Republik bemächtigt hatten, schrittensie gegen die Franzosen ein. Da die Stadt einer Mengevon Fremden die Niederlassung nicht hatte verweigernkönnen, so mußte man sie entwaffnen. Der Rath be-diente sich dazu einer List. Er verbreitete das Gerücht,Genf sei bedroht '"), und ließ, unter dem Vorwande,

111) Ros-t, V, 42.

112) Nach ihrem Ausdrucke. — Noset, V, 47. - Ruchat, V, 2.

113) »louvencesux, tous sirlans >1s 6enevs et von xeorcke dien. «

114) » kslelioerent a Lerne quvlque cksnxer en LourKoxos,kreiU le» eLrsves, pui» orckoirnerent quo les etranxsr« v»