Band 
Erster Theil.
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Murten und Grandson. Seit dieser Zeit, wie einst nachdem peloponnesischen Kriege die Griechen, haben die Eid-genossen ihre Söldlinge allen Königen verkauft, ausSchlachten sich ein Bedürfniß gemacht, Unterthanen er-worben, und zu Göttern gebetet, welche der Freiheitfeind sind. Die Freiheit aber, die bei ihnen niemalsstirbt, trat in einem neuen Gewände auf. Sie redetejetzt zu den Herzen, und erhob sich aus dem Schooß derStädte. Die Eidgenossenschaft erweiterte ihre Gränzen,um ihr einen neuen Boden zu verschaffen, und zu neuenSchicksalen ihr zu folgen. Die Schranken der Berge,die der Sprachen wurden überschritten. Unter BernsObhut wurde Genf die Pflegerin eines über ganz Europa sich verbreitenden Volkes. Auch im Süden waren jeneschönen Thäler, die am Fuße der Gebirge die Größe derAlpennatur mit Italiens Sonne vereinigen, eine Freistättevieler Flüchtlinge, ja der Heerd einer Bewegung, diefür die Halbinsel werden konnte, waö die Stadt Calvinsfür Frankreich gethan; allein es mangelte hier, um dieFlüchtlinge zu schaaren, an einem Genf , einem Calvin.Durch die katholischen Kantone getrennt von den italie-nischen Vogteien, konnten Zürich und Bern ihren Religions-genossen nur schwache Hülfe leisten. Auch bewachte derPapst mit größerer Sorgfalt die Gränze Italiens , als derKönig von Frankreich auf die Ausrottung der Ketzereiverwandte. Unter so verschiedenen Umständen mußte derKampf auch einen andern Ausgang nehmen; er wurde lang,hitzig, tragisch: der Katholicismus begann seine Reaction.

Kehren wir zu jenem Zeitpunkte zurück, wo das Hauptder Kirche, jeden Vergleich mit der Reform verschmähend, dieUnterhandlungen zu Regensburg abbrach; wo die Jesuiten Rom ihre geistlichen Milizen liehen; wo die ersten Schrittedes Conciliums zu Trient jede Hoffnung auf Annäherung