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Namen, die Stunde, den Ort ihrer Zusammenkünfte ^).War dieser entlegen, so trug der Teufel seine Opfer hin,und setzte sie boshaft halben Weges ab, um sich an ihrerQual zu weiden. Rategno behauptete, in Gegenwart desFürsten der Hölle laugnen sie den heiligen Glauben, dieheilige Taufe, die heilige Jungfrau, und treten mit Füßendas Kreuz. Sie zogen Menschen und Vieh den Tod zu,und verdarben selbst die Traube in der Blüthe; sie ent-zündeten die Liebe, streuten dann Verdacht und Haß aufdie Pfade der Liebenden, und hinderten die Hochzeit. Esverging kein Tag, an welchem nicht überall in Italien die Geständnisse der Schlachtopfer das Dasein der Hexe-rei bestätigten ^). In der Diözese Como allein ver-sahen zehn Vikarien die Inquisition , und es stieg die Zahlder Hexenprozesse auf mehr als taufend des Jahres ^).Das Herz blutet dabei, es empört sich. Aber wirft nichtzu dieser Stunde noch die Fackel Rategno'S bald in derHand des Fanatismus, bald der Gleichgültigkeit, ihrendüstern Schein auf die Thorheit der Menschen?
Elend, Verbrechen und Unwissenheit forderten gleichlaut eine Reform, und es blieb nicht lange verborgen,daß dies der Gedanke mehrerer Männer in den Vogteienwar. Zürich hatte im Jahre 1530, der Zeit seinesgrößten Eifers, den Locarnern Jakob Werdmüller zumVogte gesandt, einen seiner angesehensten und am meisten
78) Ihr gewöhnlicher Name war „Masche." Sie versammelten sichin der Nacht vvm Donnerstag auf den Freitag. Womit mansie entdeckte, war die Vermuthung, das Geständniß der Mit-schuldigen, die Erfüllung des Uebels, das sie gewünscht.
77) Rategno glaubte selbst. Er vertraute auf seine göttliche Sendungund bewunderte sich.
78> Häresie bedeutete zugleich Ketzerei und Hexerei. Man sah denTeufel in der einen, wie in der andern.