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dem neuen Glauben ergebenen Männer. Einige Zeit nachdessen Ankunft schrieb ein Mönch aus dem Kloster der Car-meliter, Baldassar Fontana, an die evangelischen Gemeindender deutschen Schweiz : »Wir gleichen der demüthigen Ka-naniterin, und würden zufrieden fein mit den Brosamen, dievon unserer Herren Tische fallen; schicket doch, wir bitteneuch, auf unsere Kosten dem Herrn Werdmüller die Werkedes göttlichen Zwingst, des hochberühmten Luther, desentschlossenen Melanchton, deS scharfsinnigen Oekolampad.Streuet den Samen aus, Gott wird ihm Wachsthumverleihen ^)." Inzwischen kam die Kunde von der Kappeler-schlacht. Da die Landschaft an dem Kriege keinen Antheilgenommen, so straften sie die katholischen Orte mit einerSteuer. Werdmüller hatte nun andere Sorgen ^°).Weniger von Norden als von Süden drang fortan derGeist der Reform in die Vogteien am Fuße der Alpen .
Schon im Jahre 1536 wurden mehrere Mailänder,zum Theil von hohem Range, der Ketzerei überwiesen,und auf die Galeeren geschickt. Mit der Ausbildung derInquisition und der Verbreitung ihrer Spione, wuchsauch die Zahl ihrer Opfer. Es wurden die lutherischenBücher verboten, und unter den schwersten Strafenbefohlen, davon Anzeige zu machen^'). Nach derSchweiz flohen jetzt der Mailändische Edelmann Caftiglione,Girolamo Mariano, Guardian eines Franziskanerklosters,
79) Ruchat, II. 338. — Bullingers Chronik, 1529. — HoUiiiAsrikist. secier. 1531.
80) Die Schweizer schleiften die Schlösser, damit nicht während ihresinnern Unfriedens die Mailänder sich derselben bemächtigten. Sietrauten der Landschaft nicht, noch konnten sie Besatzung dahinlegen. — Franscini.
81) Gerdes, 175. — Comander an Bullinger, 19. Juli 1541.—Meyer, I. 149.