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1/1825 (1825) Von des Volks Ursprung / durch Johann von Müller
Entstehung
Seite
XII
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Zuschrift deSersten Bandes

Menge der Gehorchenden. Was in bessern Ländern Ge-rvohnheic kaum erträglich macht, wie würde dieselbesfünfhundert Jahre durch gehäufte) Auflagenlast, und'Schreckniß gewaltsamer Conscriptionen unser wenigeZoll tiefes Erdreich und nie bezwungenes Volk drücken!Schon Einmal ist nach dem Verlust ursprünglicher Frey-heit unter sehr schonender Herrschaft alles untergegan-gen, und kaum in zwölf Jahrhunderten nach und nachwieder emporgestiegen.

Vor dieser Vernichtung (sintemal nicht allein Ehreoder unser weniges Gut, sondern unser Daseyn auf un-serer Verfassung beruhet) vor diesem Verderben erhieltuns der besondere Verstand und Biedersinn eurer vereh-rungswürdigcn Väter, Männer von Uri, vonSchwyz und von Unterwalden/ der uraltenFreiheit getreue und allezeit rüstige Ret-ter! Verbundene Gewalt hat oft auch in andern Län-dern mißbrauchte Obermacht gehemmt, gestürzt und ge-straft: Ihr weil besser; in zwey Stücken. Euch schienunweise, die althergebrachte Eidgenossenschaft erst dannzu erneuern, wenn bereits Albrecht Forderungen aneuch thue; nicht Geßler noch Landenberg war nöthig,euch an die schuldige Sorge freyer Männer zu erinnern;Albrecht hatte andern gezeigt, wer er war; ihr, aufdieses, ungesäumt, in dem siebenzehnten Jahr vor denSachen Wilhelm Tells , fühlend was ohne Beleidigungunternommen und ohne große Gefahr nicht versäumtwerden konnte, schwüret euren heiligen ewigen Bund.Muth für alte Rechte kommt allen Völlern-zu; Maß,regeln zu nehmen zu rechter Zeit, nur den verständigen:Wer bis auf die Noth wartet, von dein geschieht allesleidenschaftlich, übereilt, übertrieben. Jweytens: Eu-re Väcer haben den Feind nicht gestraft, nicht verfolgt.