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1/1825 (1825) Von des Volks Ursprung / durch Johann von Müller
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I. Buch- Fünftes Capitel.

. ' F ü n f t e s C a p i t e s.

Von den Völkern in dem Penninifchen und Rhatischen» ' Gebirge.

^er Name der hohen Alpen gebührt einigen Spitzen^ E' deA Gebirges, welche über alle Gränzen lebender Naturin reinere Luft emporsteigen: von ihnen, als Mittelpunk«ten, gehen auS, viele unregelmäßige Reihen hoher Ber-ge, welche in vielfachen Krümmungen einen großen Irr-gang bilden. Die Alpen in Uri und llnlerwalden, undauf den Gränzen der Berner, des Landes Wallis undRhätienS bilden den Alpenstock, welcher der Gotthard ')genannt wird; von demselben erstrecken sich viele Bergein mancherley Richtungen an die S^cn von Thun, Lu-cern, Zürich, Costanz, Como und an den langen See').) , Die mitternächtlichen Berge lagen wüste und ohne Na-men; die zahmern südlichen Thäler, wo Wallis , die en-lietbirgischen Dogteyeni) und Bündnerland sind, wurden/ von vielen kleinen und armen Völkern bewohnt, welche

wild und frey bleiben wollten. Man weiß weder ihre Abkunft,noch ihre Verwandtschaft, noch ihre Helden; aber sie leh-ren, welch ein Vaterland durch die Freyheit erträglich wird-

,) Nicht von der höchsten Spitze, sondern von dem gangbarste»Paß. Daß es i<Wm inaoeus, hat schon II.

IV., I,. III., gesehen. Wenn man die Gestalt und Lage die-ses Gebirges bedenkt, und daß, wie aus einer FlorentinischcnCornalinc Jurlaubcn wahrscheinlich gemacht, die Taurus-ker auf seiner Spitze ihren Gott angebetet, so scheint mög-lich, daß Gotthard (Berg Gottes) uralter LandcSnaine ist.

s) I.SA0 maAginro.

») Ei» Schweizerischer Ausdruck für sieben Landvogteyen der Na-tion, welche jenseit dieses GebirgS in Italien liegen; jetztCanton Ticino.

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