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keilen und nach eigenen Gesehen regiert wurden: in ih-rem Gottesdienst war hohe Feyer, im Glauben folgtensie väterlichen Sagen: in der Kunst waren sie zwischender Aegyptischen steifen Größe und Griechischer Ausbil-dung. Viele hundert Jahre behaupteten sie die Freyheitgegen gewaltige Bürger und auswärtige Macht; ihre See-,wacht war weltberühmt. Allein beym Anzüge der Gal,lier^) verließen alle Bewohner der Ebene am südlichenFuße des Gebirges die Städte ihrer Vorältern, und nah.wen die Flucht. In den schönen Thälern der Apennini-schen Berge und in den Flächen bis an das TyrrhenischeMeer , blieb ein Bund von zwölf Städten, von dem dasLand Toscana-r) heißt. Weil aber dieses Land nichtallen groß genug, oder vielen unsicher schien, flohenRhärier in die Alpen '4), einst auch Vaterland "b).
Zur selbigen Zeit waren in diesem Gebirg höchstens Wie RhätienFußpfade, oft gebrochen von Eislagen der Felsen, die"'von den Höhen in den Abgrund herunterstürzten- Frem-den und ihrem Vieh schwindelt auf den engen hohen We-gen durch diese Klüfte'!) der Erde. Der Strom desRheins floß durch große Sümpfe in einen sehr breiten,kiesen und langen See"). In diesen Gegenden blieben
Ode» Cap. II., K. ö.
2Z) Dazumal '1'uc.ola.
- 2 ») r.. v-, wo'er vielleicht den alten Rcsa» in einen jän-
, gern RhätnS verwandelt; />//«/»,, I. c.; /„r„'n«i,l..xx., c. 5.
rab) Des UrstammS, der von dort nach Italien gekommen sey» mag.. 1") Diese Vcrgpfade sind von Strabo a. a- S. recht gut be-schrieben.
»6) „Au demselben stoßen Rhüticr und Windelikcr, Bojen und„Helvcticr zusammen; jene, die Rhätier uiid Windcliker, be-iwohnen die Höhen, die Helvcticr und Bojen das ebene„Land; bis in die Gegenden ob Verona und Como und an die„Rhcinquellen wohnen die Rhaticr, deren die Rhukantior und„Kotwatttier die wildesten seyn;" Strabo IV,, »ob. Der
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