Geschichte der Zchweiz. >55
bch, die Hälfte ihrem Herrn " ^); sonst arbeiteten sie ihmdrey Tage >-4), hje übrige Zeit war ihr; dafür gaben sieihm Eyer, Hüner, Schweine, Brot und Bier in be-stimmter Zahl und Maß >'r). Die Mägde spönnen^olle und machten Kleider "6). Viel später noch wari" dem Alemannischen Helvetien kein Wein. Daß^ehr Bauern ' ^ als Hirten leibeigen waren, kam da-her. baß die Teutschen Hirten die Römischen Bauern un-ker das Joch gebracht. ES ist aber bis auf diesen Tag'"ehr Freyheit ' und Wohlstand in dem Hirtenlandeder Schweizer als auf den Feldern dieieS Volks; weildie Viehzucht wenig erfordert, weil ihr Gewinn fast niefrhlk, und weil der Hirt bey Heerde und Hätte bleibt,i*»d nie in die Städte zieht. In dem Burgundischen Ge«irh ist Rücksicht auf zwey Nationen und mannig-salijge Landwirthschaft: daö Gesetzbuch der Alemannen,Eriche daS Land nicht vermittelst einer Theilung, son-dern durch Gewalt der Waffen eingenommen, redet nur
*") D. i. sie dienten «m die Halbschcid, wie vielfältig die Reb«irute i„ unserm Weinland.
* 2 '>) 'Nr. 22.
*25) ibi.,. Eigene Leute der Kirche gaben ihr fünfzehn -icta«Hier, ein Schwein, zwey »»»üw Brot, fünf Hüner, zwanzigEyer.
*20) vesUürin. t'uell» äe Aenveio i>r>or« v> ! »Uo. 7tl. 80.
* 2 ?) Urkunden bey Herrgott von den Jahren ?76, 77s,78g.
* 28 ) Auch l'it. 81 : gi-sn<-ü et Ssiiearium sorvi. Die Wenigenhochkommen der Hclvetier und Römer (in so fern bey Vera»«stoltung deü Bütgerstandes nicht etwa ein Geschlecht sich wie»der erhob) müssen, in dieser Gegend, unter den Dauern seyn.
* 20 ) Nicht nur in den Waldstättcn, auch im»Vcrner Oberland.
"") Vurgundionen und Römer.