dttich von Laax, begierig nach der Würde der Vorsteher,^ielleicht von ihrem Hause, diese Einrichtung zu stören s»).'"ber Kaiser Ludwig schirmte das Hvchstifl, welches nurjhn groß war. Auf diese Art erhob sich zurKaiser Karls des Großen das Ansehen der Bischöfeiu Cur, nachdem Rhatien frey gewesen bis auf Octa«bius Augustus, lang den Römern gehorcht, oft von den^eniannen verwüstet, von den Herzogen des Königs der^gochcn, unter den Franken aber von dem GeschlechteVictors verwaltet worden war. Nachdem diese Vor-über ausgestorben, stand alle Mannschaft in ganz Hel-^"ie„, zu Rhatien und Wallis ?°) ohne Herzoge unter
Kaisers Grafen 7').
Vielleicht wollte Rodcrich ( 6 om°s iwsrcr Istrostoricus, Urk.^rr bei Tschudi) den Bischof, vielleicht die Söhne GrafHunfriedö in einem Vorstände stören, den er ansprach; oderivurde der Streit durch dir kaiserliche Vergabung des HofcSMulinärcn (I.»m!noi->!» ) — Urk. «r« bey Lsch.; Guterveranlaßt? (Man hat das Haus Msntfort von ihm herleitenZollen; er mag jedoch mit einem gleichnamigen, dem BruderGraf Heinrichs von der rothen Fahne, verwechselt wordenseyn.) Hunfricd'cn, aus einem in Histerreich großen Ge-schlecht, hatte der Kaiser über Currhätien gesetzt; seine Herr-schaft ist in Vinstga», Engadein, Gaster, urkundlich, aberihre Natur, ihr Ursprung, nicht bekannt genug, um die Ver-hältnisse mit Laax zu erläutern. Siehe unten Cap. xi, n. 41.
Daß im Anfang des xiv Jahrhunderts von dem HochstiftSitten wider die Grafen zu Savvycn angeführt wurde, Karlder Große habe die Regalien dem Hvchstist übergeben, istfreylich kein Beweis; aber die im Alterthum sich verlierendeUebung der Grafschaft und Vogtey zu Dbcrwallis durch denBischof zu Sitten, könnte, wenn die Sachen des heiligenTheodvluS noch so verdächtig wären, doch von diesem Kaiserherkommen. Er bediente sich wohl auch des Pcnninischen Pas-ses, und es mochte ihm klug scheinen, die Gewalt in dieserGegend keinem zu geben, welcher, nach dem unruhigen Geistsolcher Edlen, in Seiten großer Partcyung, zu den Langobar-den sauen und ihm schädlich seyn konnte. Auch wissen wiraus den Teutschen Geschichten, daß er in Gräiizlänbern derglei-chen Gewalt gern den Bischöfen vertraute. S. Cap. x». n. 4-.
^ S. auch c«-,//-',. >>. can. so.