Üo6 I. Buch. Vierzehntes Capitel.
Weine und Heringe des Nordmeers; nordisches Eise»wurde in Zürich gegen Früchte der südlichen Länder ge<tauscht; von ihr bekamen viele Städte die ersten Musterdes Fleißes Italiänischer Weber *68). Ihr edelster Ge-winn war daS Gefühl der Würde des Volks, welchesvor ander» Europäern die Städte des Lombardische"Bundes emporbrachten. Von Zürich und aus der Lom-bardey kamen Gedanken von Freyheit und Eidgenossen-schaft in alle Städte des Rheinstroms, den schönste"Theil des Reichs der Teutschen; sie wurden mit verschie-denem Erfolg ausgebildet, bis in die letzten Zeiten desKaiserhauses Hohenstaufen.
Unter andern Fremden, welche aus dem Getümmelder Guclfen und Gibellinen, aus Fehden und vorrannen, über das Gebirg flohen, war Arnold von Dre-scia der Vornehmsten einer, Schüler Peter Abälards,eines Mannes, welcher viele verborgene Wahrhcile"durch neue Gedanken oder Ausdrücke 's*) z„ erläuternsuchte. Arno.'d hatte einen hohen Sinn, welcher seine"Körper dem Joch strenger Enthaltsamkeit unterwarfdie Verfassung der Hierarchie nach ihrer Absicht pr"'^te die Religion aber in der Majestät ihrer >>l-
268) Schlitz Gefth. des Handels.
aas) 8«n«uum v«il verdorum nnviiate;
2?o) S. Bernhard von Clairvaux in dein bitter» Briefder Arnold an den Bischofjn Costa nz: 8 i vulci«
Iiomo est NLHUL msixlueans N6HUV willens.
XI, ,8 f.
27 >) Oder vielmehr nach der Absicht, welche sie nach seincr >"^stischen Dciikuiigsart hätte haben sollen. Hieben mußte sie ^sto eher verlieren, da sie sich kaum zu vertheidigen wußte, wc»"man sie nach dem buchstäblichen Schriftverstand richret-wohl sie durch die Zeit gcnöthigct war, ihr Ansehe» so g>"möglich auf den letztem jn gründe,i, so war ihr Geist dowgan, ein anderer, und vor weisen Männer» aus den« Interetftdes öffentlichen Wohls j„ rechtfertigen.