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1/1825 (1825) Von des Volks Ursprung / durch Johann von Müller
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427
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Geschichte der Schweiz . 427

neu Sachen unabhängig: doch gegen Ausländer hieltensie so zusammen, daß die drey Völkerschaften wie nurEine gehalten wurden 4°). Ihre Thäler öffnen sich ge-gen den Waldsiettensee; die Landleute von Oberhasli undihre Nachbaren im Oberländer Gebirg wurden dieser al-ten Eidgenossenschaft endlich fremd, als die nicht diesel-ben Freunde und Feinde harken-

Die Art, wie die älteste Schweiz vor Menschenge-denken in drey Länder getheilt wurde, ist aus dem abzu-nehmen, was in Unterwalden geschah, nachdem die Gegendüber dem Kernwald volkreicher geworden, als die untereGegend bey Stanz. Die Landesgemeine versammelte sichan dem Ort Wiescrlen mitten im Land, aber die Gericht«stärke war noch zu Stanz, von welchem Ort alle Unter«waldner vor Alters zum Anbau des Landes ausgegangen;doch wählte das zahlreichere Volk ob dem Kernwald andie Gerichte allemal zwey für einen; auch trug es an denLandkosten gedoppelten Theil. Dessen weigerte sich end- 1150lich das Volk ob dem Wald, weil die meisten wohlha-benden Männer nach Stanz zogen, um dem Gericht nä-her zu seyn; darum wollten die Oberwaldner, daß dieLandkosten aus einer Vcrmögensteuer, nicht aus demKopfgeld bezahlt würden, oder daß die Gerichtstätte zuihnen verlegt werde; die von Stanz wollten die Würdeih^es Ortes nicht mindern lassen. Zuletzt kam das Volküberein, „daß ein Landammann und Geriete zu Sar-„nen ob dem Kernwald seyn sollen für die Oberwaldner;

„daß die von Stanz Landammann und Gerichte haben„für das Land unter dem -Wald; beyde halten besondere„Landgemeinden zu Stanz und Carne»; wollen sie alle„zusammenkommen, so soll es nach der Vätcr Herkoni.

„wen zu Wieserlen seyn; das größere Volk soll das„Landbanncr verwahren, doch mögen die Untcrwaldner

''0) Wie »i dem Bund, welche» rase Zürich , Schwytz undllri schloffen, und sonst oft.

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