L-9 I. Tuch. Fünfzehntes Capitel.
„von Stanz ein eigenes Banner habend')." Diesebeyden Landschaften am Kernwalv sind so ganz unabhän-gig von einander, daß wohl eher die eine ohne die andereKrieg geführt: In der Schweizerischen Eidgenossenschaft sind beide ein einiges Land, Unterwalben. Dieses Landhatte noch einige verteilend) weniger als nun; die vonSchwytz hatten kaum die Hälfte ihres heutigen Gebie-tes ^r), die vrner keine Echirmvogtey über Ursercn, keineGewalt in Livinen : die Freyheit war ursprünglich, abernicht allgemein; in ihrem Bund und andern Umständenwaren die Schwerer den fünf Nationen hinter Canada zu vergleichen, aber menschlicher durch die christlicheReligion.
Die Glaubenswelse der Schwytzer hatte viel von ur-alter Einfalt und inniger Herzlichkeit, nicht ohne Nach-denken. Die Goihen, als Arianer, halten sich von demRömischen Stuhle nicht beherrschen lassen. Um so leich-tern Eingang fanden die geheimen Lehrer, welche ausden Morgenlandern über Bulgarien, Bosnien, Un-garn 4 lk), bis in daS Nhäkische Gebirge 4 r«) und auch
ai) Tschudi, tiro.
ar) Ortschaften; ein Unterwaldner Work.
43) Sie hatten weder Steinen, Sattel und Art, noch die Markund Wagt.
4 Zd) l)uisrun olinm al> Ilun->arig acl eo« coovenceunt. Pl'wkHeinrichs bey dem Jahr noo ein Hare»-
berg's >nonumL»l>8 iuesitis, Braunschweig 1750. !!. ); erschreibt als Zeitgenosse und war ais Freund Abt Wichbolds,eines Prälaten von dem größten Einfluß auf Kirche und Reich,von allem wohl berichtet-
4Zo) Mosheiin Inkklunr. bl. O. (Hclmstädt irs») S-führt aus den «9 Sprüchen oder Meinungen der Bruder vo>»freyen Geiste die ?9ste an, aus welcher zu schließen, daß irgendwo in Rhaticn ein Hauptsitz derselben war- Hingegen scheutwahrscheinlicher, daß sie nicht, wie dieser ehrwürdige Ge-schichtschreiber glaubte, aus Italien , sondern von Sstctt §e-kommen; wie denn auch Wiehbold von diesen Leuten die Her-stellung griechischen Glaubens besorgt.