-6L r. Blich. SiebenzehnkeS Capitel.
in Mühendem Älter mit großem Glück vollstreckte, er-warb er zu Genf ein Ansehen, wodurch über jede wein-ger Freyheitgierigc Stadt seine Nachfolger zur höchstenMacht gekommen waren; er gab der Cavoyschcn Herr-schaft im Welschen Helvctien die Festigkeit, welche sie 'durch die Waffen König Rudolfs zu verlieren schien.
Der König, als er (wohl bey Philipps Tod) durch,die Einnahme von Gümminen"s) Fern von den Sa.voyschen Herrschaften gesondert, gedachte des unwilligenDienstes, den diese Stadt ihm wider Philipp geleistet-").Nach diesem trug sich zu, daß zu Bern der Körper einesermordete» Knaben gefunden wurde, und, weil diese Zeitalles Grauliche am ehesten von Juden glaubte, durchLas, Mittel der Folter einige zum Bekenntniß dieser Thatund sofort auf das Rad gebracht, alle übrigen aus derStadt vertrieben wurden"'). Als die Juden, ewigeKammerknechte des Reichs, dem König den Verlust undihre Flucht ernstlich klagten, gab er an den Schulthei-ßen und a» die Gemeine von Bern Befehle für sie. Daer beynahe zu gleicher Zeit vernahm, Bern wollte eherihm ungehorsam seyn, als den vermeinten Mördern desKnaben Ruff nachgeben, und auf der andern Seite vondem rebellische« Beginnen des Pfalzgrafen von Hochbur-gund Nachricht bekam, beschloß der König eine Heerfahrt
21s) Wovon der Beweis in dem Bund Bischof Rudolfsvon Costanz mit Amadeus ist ci-sn.
220) Verona in montibus, Iwirgnnciiam conüngnntibns, clo cir-
cumsorisiuone montimn conüitcns, rlucluin al, imjinrio sc inlidcinatrm traxerak; L?»/,.; Wodurch Tschlldi 128I, f.bestätiget wird. Bern heißt Verona , wie Äcrona Dietrichs-ber». *
221) Wenn die Jahrbücher genau sind, so konnte es beweisen,daß Bern den Vlntbaun übte; man sieht hierin keinen Reichs-vogt.