5?« i. Buch- Siebenzehntes Capitel.
die Schoßhalde"») verbarg. Da er keine Todesgefahrfürchtete, wenn er das Vaterland von »«vorgesehenemIlebcrfall retten konnte, ergriff er das Banner"«-),mahnte die Neunhaupte und andere Bürger seiner Gasseund brach hinaus. Bald war vor ihren Augen HerzogNudolf, Lohn des Königs"'), mit großer Heeres«macht vom Aargau , den Muristalden herab. AberBrugger, welchem der Schrecken einer Flucht schädlicherschien als der wüthige Tod einiger wenigen, hielt undstritt. Indeß Bern waffncte, verkauften diese theuer dasLeben^'d). AIs die Bürgerschaft auszog, und selbstvom Gurren Hülfe lief, Walo aber von Greyerz dasBanner in fcinlicher Hand erblickte, warf er sich in dieHaufen, entriß das Banner mit wüthender Gewalt undbrachte es zerrissen und blutig den Bürgern zurück.Darum wurde er und alle seine Nachkommenschaft vonden Bernern die Biderbcn genannt; den Baren des Ban-ners setzte die Stadt in ein rothes Feld mit einem weißenStreifen, zum Gedächtniß, daß er mit Dürgerblut ge-rettet worden. An diesem Tag wurde an der Mauer,--Osiermündigen vorbey, die Gerenstcinhölzer hinauf, sogestritten, daß die Königischen den Krieg wider Bern verloren gaben, und, damit die Blutrache Ludewigsvon Honberg ihnen nicht obliege, überein kamen, die
?Zo) Eine Anhöhe vor Bern , südöstlich, auf der nach Teutsch«land führenden Straße.
?»o)'Da§ bessere Wort, gewöhnlich i» der Schweiz , anstattPanier; wie banniere, dsiiclwi-a, danäo, Ban».
?a>) Die Chroniken, welche alles Verhaßte gern vom HerzogAlbrecht schreiben, melden auch diesen Uebersall von ihm: aberman weiß, erstlich, daß in den vordem Erblanden Rudolf dieVerwaltung zn führe» pflegte, zweyten-, daß Albrecht i»diesem Jahr Krieg auf der Ungarischen Gränze hatte; schonMünster (Cvsm. ttl.) ist hierin richtig.
ra,iH Der Ncunhanpte blieb Liner übrig, der in jungen Iah«reu »»beerbt starb. F. L. Haller a a. O. Die Berncr tö«beten dem Feind besonders viele kostbare Pferde.