6,8 l. Buch. Achtzehntes Capitel.
als, vermittelst neuer Hoffnungen, die Grafen von Sa.' seyen''r) und ihre große» Vasallen4) , wjder dieStadt Bern waffne. Von Straßburg , wo der Königvielen Reichsgliedern die Verfassung bestätigte, kamendie Vorsteher der Waldstette traurig und gedankenvoll zu.rück in ihr Land, weil er auf ihr Gesuch geantwortethakte, „er gedenke nächstens eine Veränderung ihres Zu-„standes ihnen antragen zu lassen''!)."
Als die von Freyburg, Ludwig Freyherr der Wadt,die Grafen Peter von Greyerz und Rudolf von Welsch,ncuenburg, die Herren der Fehde wider die Berner, ihre'Scharen sammelten, waren die Bürger, und ihre Zu.züger von Solochurn'' 6) und von der Herrschaft Kiburg ,weit unter der Zahl ihrer Feinde; doch baten sie nichtum Friede, weil ein freyes Volk in die größte Gefahr
scheint, es habe Freyburg dieses gethan in der Pqrteyung umAlbrecht-
iiz) Von Ludwig wird nicht gezweifelt; Guichenon sagt cS« zwar unter unrichtigem Datum) von AmadeuS: in der Thatist schwer zu sage», wie die Grvßesten seiner Vasallen i» die-sem Lande ohne seinen Willen wider die Stadt, mit welcherer verbunden gewesen (später ist keine Anzeige, daß diese Ver-bindung bestanden), ausgezogen wären.
>i4) Man weiß, daß Thurn pnd Greyerz von Savoyen Lehensru en; man weiß es von Montcuach; wegen Jllingen ist vonGraf Wilhelm zu Aarberg noch von ir«a eine Huldigung;Rudolf zu Welschncucnburg war, laut Urkunde, i-sv.Laudvogt in der Wadt. Lausanne mag dein Ludwig, mitwelchem (s. unren) der Bischof in Streit lag, wohl nicht,aber dem AmadeuS, der den Streit vertrug, Wider Bern gc,holfe» haben. Zu dt- "2 ist anziimcrkcn, daß auch Lausan-ne gleich nach diesem sich mit Albrecht gar gut stehend findet,R. i;a.
in) Tschudi, i-p8.
,48) Diese Ehre giebt ihnen er«"--»-,. Zwar nennt er Aar-berg mit; weil aber das HauS WNcuciiburg hier wider Bern ,und sowohl mit Savoyen als Albrecht verbunden war, so läßtman dieses dahin gestellt seyn.