Geschichte der Schwel;.
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keil beschlossen sie, daß jeder seine Vertrauten und Ver-wandten erforschen soll. Sie besiinimten, um sich ru-hig zu sehen, das Rütli * 's), eine Wiese auf einer Höhein einer einsamen Gegend am Ufer des Waldstetkensecs,nicht weil von der Eränzmark zwischen Unkerwalden undUri (im See steht hier einsam der Myienstein); daselbstralhschlagken sie oft bey stiller Nacht über die Vcfreyungdes Volks, und gaben einander Nachricht, mit wie vielFortgang sie zu dieser That geworben; dahin kamen Fürstund Mclchihal °"°) auf einsamen Pfaden, der Stauf-sachcr in seinem Kahn, und aus Unterwaiden der Sohnseiner Schwester, Edelknecht von Nudenz. Aus der-schiedenen Orten brachten sie Freunde in das Rütli; davertraute einer dem andern seine Gedanken ohne alleFurcht; je gefahrvoller die That, um so viel fester ver-band sich ihr Herz.
. In der Nacht. Mittcwochs vor Martinstag im Win-termonat brachte Fürst, Melchthal und Stanffacher, je-der zehn rechtschaffene Männer seines Landes, die ihmredlich ihr Gemüth geoffenbaret, an diesen Ort. Alsdiese drey und dreyßig herzhaften Männer, voll Gefühlsihrer angestammten Freyheit und ewigen Dundesverbrüde-rung, durch die Gefahr der Zeiten zu der innigsten Freund-schaft vereiniget, im Rütli beysammen waren, fürchte.
- tcn sie sich nicht vor König Albrecht und nicht vor derMacht von Oestreich- In dieser Nacht gaben sie eina».der mit bewegten Herzen die Hände darauf, „daß in„diesen Sachen keiner von ihnen etwas nach eigenem Gut-„dünken wagen, keiner den andern verlassen wolle;„sie wollen in dieser Freundschaft leben und sterbe»; je-
r>i>) Oder Grütli, »ovale, wo Gestrüpp oder Waldung ans-gereutcc worden.
aa») Dieser Name ist statt seincö Gcschlcchtnainciw geblieben.
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