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Die Bereitung der Rothweine und deren zweckmässigste Behandlung : nach eigenen, in sämmtlichen Wein-Gegenden Europas gesammelten Beobachtungen / von J. Ph. Bronner
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Steyermark. Die Bodenverhältnisse.

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heißt Keller.

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Hauen, den Boden hacken.

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Schneiden.

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Trinken.

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Essen.

Die Bodenverhältnisse.

Obgleich Steyermark in seinen Hochgebirgen alle die verschiedenenUrgebirgs - Arten besitzt, so sind doch diejenigen Gegenden, wo Weinbaugetrieben wird, meistens Gebilde tertiärer Formation, Diluvialgebilde,und Alluvialgebilde älterer Periode mit Trümmern der Urgesteine-So bestehen die Hügelketten längs der Drau von Marburg bis Petta»meistens aus Mergelschiefer mit Trümmern verschiedener Urgesteine.Die Hügelreihe der ColleS hat meistens Thongebilde mit jüngerenSandsteinen, die Windischbüchlen ein Conglomerat durch Kalk ge-bunden und Muschelkalk, das Luttenberger Gebiet, d. h. das Wein-gebiet einen sandigen Thonmergel, der einen sehr fruchtbaren undleicht zu bebauenden Boden bildet. Auch Muschelkalk findet sich anmehreren Stellen, jedoch nicht sehr verbreitet. Ferner besitzt Steuer-mark an seiner östlichen Seite gegen Ungarn eine Gegend von meh>reren Quadratmeilen zwischen Feldbach , Fehring , und RiegerSburgvon längst ausgebrannten vulkanischen Gebilden, wobei Basalte undBasalt» Conglomerate daS vorherrschende Gestein bilden, dagegenbei RiegerSburg der Trachyt vorherrschend ist.

Dieser Basalt ist theilweise sehr verwitterbar, und ich traf auisolchem sehr schöne Nebanl agen. Besonders auffallend war mir dasüppige Gedeihen deS Wälschrießlings,der so großbeerig und vollkommenwar, daß ich ihn kaum mehr als solchen erkennen konnte.

Die Rebsorten.

Steyermark cultivirt in seinen Rebbergen eine unzählige MengeRebsorten, die in die Hunderte reichen, wovon man sich überzeuge»