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keit ihrer Bürger. Frankreich hat ein Bündniß mit derSchweiz für Vortheilhaft erachtet, weil es versichert ist, daßihre Bewohner die Biederkeit ihrer Vorfahren und die An-hänglichkeit derselben an die französische Nation ererbthaben."
Weder Napoleon selbst, noch sonst jemand an seinerStelle, hatte Zeit oder Neigung, sich mit den schweizeri-schen Angelegenheiten zu befassen; nur über die helvetischeLiquidation, eine der Vollziehungsmaßregeln der Vermitt-lungsakte, konnten sie eine Antwort- erhalten. Dennochrichtete Napoleon einige Worte an Reinhard betreffend dieEreignisse seines Kantons: „Zn Zürich ist nun alles ruhig?Sie haben sich ein wenig geschlagen. Zu jener Zeit nahmich großen Antheil an dem Vorfalle; man muß Wasser,nicht Oel in das Feuer schütten. Mit großem Vergnügenhabe ich gesehen, daß alles mit dem möglichst kleinen Uebelabgethan worden ist" ^).
Ein Theil der katholischen Stände hätte diese Gelegenheitgerne zur Unterhandlung eines Concordates mit dem sichebenfalls in Paris befindenden Pius VII. benutzt, wegenMangel an Verhaftungsbefehlen konnte aber die Gesandt-schaft von der Gunst der Umstände keinen Gebrauch machen.Die schweizerischen Abgeordneten wurden von dem Papsteauf das Zuvorkommendste empfangen ").
9) Von Tillier, I, 172; Hans von Reinhard . 154, 155.
10) Bei dieser Audienz ereignete sich ein Mißversiändniß. Die Einlaß-karte zu derselben lautete nach italienischem Gebrauch zu zählen aufäours ksures. Die Schweizer lasen cksux Kenrss. Der Pabst befand sich eben bei Tafel, verließ dieselbe aber, um sie zu empfan-gen. Er sprach die französische Sprache mit starkem Accente, undversicherte die Gesandten «gu'il ässirait slrs agreabls ä la Fuivs(Suisse )». — Bei der Krönungsfeierlichkeit mußte der Papst,dessen Vorgänger einst so viele Kaiser hatten auf sich warten machen,nun selbst in der Kirche beinahe eine volle Stunde aus den Kaiser