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Behörden stände, die Einfuhr zu verhindern ^). Mit süd-licher Lebhaftigkeit warf sich jetzt die Regierung von Tessin in das andere Extrem und schien durch übertriebene Strengedie begangenen Fehler abbüßen zu wollen. Der „Telegraphder Alpen" wurde nicht nur unterdrückt, sondern der Ver-fasser, ein Kapuziner, erst in sein Kloster eingeschlossen,dann unter Aufsicht der Polizei in Bellinzona eingegrenzt,nachdem man ihm das feierliche Versprechen abgenommen,sich nie mehr, weder mittelbar noch unmittelbar, mit derAbfassung öffentlicher Blätter abzugeben. Den Postdirektorund mehrere Unterbeamte desselben entsetzte man; seinePapiere, in denen man nichts Verdächtiges fand, wurdenversiegelt und er selbst gleichfalls unter polizeiliche Aufsichtin Bellinzona eingegrenzt. Die Gemeindsbehörden erhieltenunter persönlicher Verantwortlichkeit ihrer Glieder den Be-fehl, alle italienischen Unterthanen, welche nicht gehörigausgestellte Papiere hätten, auszuweisen^).
Merian's Entschlossenheit bei diesem Anlasse verschaffteihm mehr Achtung als seine Eröffnungsrede an der Tag-satzung, in der er seine drei Vorgänger Helden und Staats-männer genannt hatte und in der, wie im eidgenössischenGruße der übrigen Tagberren, viel vom Grütli, von Mor-garten, Sempach, Näfels und St. Zakob, glänzende Lap-pen, in die sich bisweilen die Armuth an vaterländischenTugenden hüllte, die Rede war. Eine schwülstige Bered-samkeit ist der Schmuck der Knechtschaft oder der Ernie-drigung; die Freiheit, die Tochter der Natur, gefällt sichin einer stolzeren Einfachheit.
Während die Schweiz in dem immer wieder erneuten
68) Merlan an den Vlcekönlg, 27. Nov.
09) Der Vlcekönlg von Italien an den Landammann Merlan, 13. Nov.
1806; Merlan an den Vlcekönlg, 27. Nov.; derselbe an die Regie-rung von Tessin , 29. Nov. und 30. Dec.; von Tilller I, 253-256-