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Blicke und weinende Augen. Am ersten Tage hielt der Zugin dem Schlosse Thunstetten , dem Sitze des Oberamtmanns,an, wo die Begleitung einen Kreis um den Sarg schloßund die unter freiem Himmel und unter feierlichem Kirchen-geläute bei dem matten Schimmer der scheidenden Sonnegehaltene gemüthliche Rede eines Abgeordneten der Re-gierung einen rührenden Eindruck auf die Anwesendenmachte. Hierauf wurde der Sarg in einem schwarzaus-geschlagenen, glänzend erleuchteten Saale auf ein Trauer-gerüst niedergelegt, von der Begleitung bewacht und dieganze Nacht hindurch dem steh ehrerbietig nahenden Volkezur Schau ausgestellt. Am folgenden Tage wurde die Leichebis nach Hindelbank geführt, wo der Schultheiß vier Tagelang in der Bildergallerie der in der bernifchen Geschichteruhmwürdigsten Familie von Erlach ausgestellt ''lieb. DieBildnisse derer, welche den Freistaat gerettet, vertheidigt,berühmt gemacht, schienen auf den entseelten Magistratenherniederzufchauen, der jenen in das Grab sinken sah undfür sich selbst auf fremder Erde ein freies Grab suchte.An dem zum Einzüge in die Hauptstadt festgesetzten Tagehatten sich alle Geistlichen des Amtes Fraubrunnen sowieeine Abordnung der Stadt Burgdvrf eingefunden, um demAndenken des Verewigten ihre Achtung zu beweisen. EinZug von sechs weißen, mit schwarzen Decken behängtenPferden, deren jedes von einem in Trauer gekleideten Be-dienten zu Fuß gelenkt ward, führte den Leichenwagen.Zm Grauholz wurde er von den Vertretern des BezirkesBern empfangen und der Statthalter hielt seine Rede aufder nämlichen Stelle, wo Steiger vor sieben Zähren umden Staat, dem er gedient und den er geehrt hatte, nichtzu überleben, vergeblich ein Grab gesucht hatte''"). An
70) Band xm, 61 und 69.