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Zweifel über den Krieg mehr gestattende Armeebefehl desErzherzogs Karl. Vier Tage später rückten die östreichi-schen Truppen über den Inn in Bayern ein; 10,000 Manndrangen in Tyrol ein, forderten die dortige Bevölkerung auf,zum Wiedergewinnen früherer glücklicher Zustände thätigmitzuwirken, und fand bei der dem Haufe Oestreich auchunter bayerischerHerrschaft mit schwärmerischer Begeisterungergebenen Bevölkerung leichtes Gehör, während die Heeres-abtheilung des Erzherzogs Johann in Italien vorrückte unddie Franzosen an den Tagliamento zurückdrängte.
So bald d'Affry von dem Ausbruche des Krieges Kundeerhielt, berief er den General von Wattenwyl nach Freiburg und verabredete mit ihm die nothwendigsten Maßregeln,welche vorläufig in der Bethätigung des eidgenössischenGeneralstabes, in dem Aufrufe des aus 5207 Mann be-stehenden Drittheils des Contingentes und in der Vorberei-tung des zweiten Drittheiles bestanden; diese Truppen konn-ten aber nur für die Sicherheit des Gebietes und die mili-tärische Polizei verwendet werden und sollten in keinem Falledie Grenzen überschreiten. Von allen diesen Beschlüssenwurde sowohl den schweizerischen diplomatischen Agentenals den fremden Gesandten amtliche Kenntniß gegeben.Den Ständen zeigte der Landammann an, daß der Durch-marsch der französischen Truppen seit dem 9. April gänzlichaufgehört habe und daß anzunehmen sei, daß alle diejenigen,welche noch in die Rheingegend kommen möchten, eineandere Richtung nehmen würden. Dieses Kreisschreibenschien bestimmt, eine von dem östreichischen Gesandten,Herrn von Schraut, eingelegte Verwahrung zu beantwor-ten. Derselbe, zwar empfindlich, aber wohlwollend gegendie Schweiz , hatte seine Mißstimmung darüber geäußert,daß man dem französischen Gesandten mehr Aufmerksamkeitzu widmen scheine, als dem östreichischen.