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leiten; allein in den Bergen und Schluchten der Halbinselwaren die Fittige des Sieges weniger schnell als die Begier-den des Eroberers; daher überließ er die Sorge, diesesLand zu unterwerfen, unter seinen Fahnen gebildeten Füh-rern und eilte über den Rhein , um ein zweites Mal denAdler, der den Blitz in seinen Klauen hielt, gegen den zwei-köpfigen Adler ins Feld zu führen.
Schon vor seiner Abreise erfuhr Reinhard NapoleonsDurchreise durch Straßburg . Unterwegs vernahm er dieKunde von dem Siege der Franzosen über die Oestreicher inden drei großen Gefechten bei Abensberg, Landshut undEckmühl und traf jeden Augenblick aufKolonnen östreichischerKriegsgefangener, französische Heeresabtheilungen und Ge-schütz-Parke. Auf der Höhe von Regensburg erblickte erdie Rauchsäulen des am gestrigen Tage eingeäscherten Theilsder Stadt. Die Umgegend war sehr verwüstet, todte Men-schen und Pferde lagen selbst noch auf den Straßen derStadt umher, daneben herrschte Todtenstille. Reinhard kameinigen Stunden früher als der Kaiser an. Am folgendenTage erhielt er eine Audienz, deren Detail für die Verhält-nisse der Schweiz mit ihrem Vermittler charakteristisch ist.
Als das Cabinet sich eröffnete, begrüßte Napoleon denAbgeordneten mit einem lauten: „„Ah! da ist ja der Land-ammann von Zürich ! Wie geht es in der Schweiz ?"" Rein-hard konnte nicht zu Worten kommen; er nahm ihm die mit-gebrachten Schreiben ab, las sie durch und äußerte sogleich:
,,„3ch sehe in diesem Augenblicke nichts, was Euch beun-ruhigen könnte. Ich verlange nichts von der Schweiz . —Was sollte ich von Euch fordern? Etwa durch die Schweiz nach Deutschland vordringen? Die Straßen durch das mitmir verbündete Bayern stehen mir offen. Nach Italien ?Dafür habe ich ja den Simplon; das Wallis gehört nichtmehr der Schweiz an. 3ch bin mit der Schweiz und mit