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er die Beglückwünschung zur Geburt seines Sohnes vollAnmuth und Freundlichkeit aufgenommen hatte, das Ge-spräch auf die Angelegenheiten der Schweiz und die so ebenwegen Tessin zusammengetretene Tagsatzung, brach dannaber nach Entgegennahme einiger Bemerkungen schnell ab.Von da gieng er auf die Handelsverhältnisse über und ent-wickelte alle die Nachtheile, welche der Schweiz aus denegoistischen Grundsätzen der meisten europäischen Staatenerwachsen müßten; allein er sehe sich gezwungen, kein Mittelunbenützt zu lassen, um die Einschwärzung englischer Waa-ren zu bekämpfen. Er hörte hierauf die weitläufig entwickel-ten Gründe der Gesandten an und verwies sie dießfalls anseinen Minister Montalivet, um den Gegenstand unter allenseinen Gesichtspunkten zu erörtern.
Die Gesandten wurden mit Höflichkeiten überschüttet undallen Gliedern der kaiserlichen Familie vorgestellt. DerVicekönig von Italien trat sogleich über die Handelsver-hältnisse ein, gewährte ihnen aber nur geringen Trost.„Alles leidet«, sagte er, und fügte dann feinlächelnd hinzu:„Man darf sich sogar befreuen, recht arg zu leiden, indemallzu große Uebel nicht lange andauern." Dabei verspracher Erleichterung des Transites und Erlaubniß zur Einfuhrschweizerischer Manufakturartikel in die italienischen Staa-ten. Reinhard bemerkte ihm, die eben versammelte Tag-satzung werde sich vornehmlich mit den Verhältnissen desKantons Tessin zu befassen haben. Hier verlor der Vice-könig sogleich seine Unbefangenheit und beschränkte sich ausdie Aeußerung, er sei ganz unbekannt mit den AnsichtenSeiner Majestät und wisse nur im Allgemeinen, daß esum eine richtige Ausscheidung der Grenzen, namentlich imSinne von Abwehrung des Schleichhandels zu thun sei.2n einer Unterredung mit dem Minister Montalivet ver-focht die Gesandtschaft, und besonders der mit diesem Ee-