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genstande vornehmlich vertraute Müller-Friedberg, dieschweizerische Industrie mit allen guten Gründen, die aberder Minister, obgleich er sie nicht widerlegen konnte, mitBestimmtheit und ohne falsche Hoffnungen zu erwecken, ab-lehnte.
Nachdem die erste Sendung der Gesandtschaft beendigtwar, berief der Landammann die beiden Mitabgeordnetenzurück, um Reinhard allein die Behandlung der streitigenGegenstände zu überlassen. Die verlangte Abschiedsaudienzwurde aber von Tage zu Tage verschoben, während derKaiser, die Minister und die kaiserlichen Großwürdenträgereine auffallende Zurückhaltung gegen die Abgeordneten be-obachteten. Die Tagsatzung, in welcher einige lebhafteAeußerungen über die Verhältnisse der Schweiz und ihresVermittlers gefallen waren, war seit mehrern Wochen ge-schlossen. Endlich wurden die Abgeordneten nach St. Cloudzu der großen Audienz eingeladen, bei welcher sich alleaußerordentlichen Beglückwünschungs-Gesandtschaften verei-niget fanden und eine nach der andern, die eidgenössische zu-letzt, aus dem Audienzsaale in das Kabinet des Kaiserseingeführt wurde. Dieser sprach mit hohem Ernste, zumTheil mit großer Bitterkeit: „Man hat sich in der Tag-satzung mit großer Hitze über den Tessin ausgesprochen.Ein junger Brausekopf, kaum erst von einer deutschen Hoch-schule entlassen^), hat sich gar viel erlaubt, Niemanden,mich selbst nicht verschont, und ist bis zu Drohungen ge-schritten. Ich fasse nicht, warum der Landammann und dieanwesenden alten Magistraten so etwas geduldet, demselbennicht Stillschweigen geboten haben. Möget ihr immerhinunter euch eine solche Sprache führen; ich, als Drittmann,werde sie nicht dulden. Man hat gedroht, Gewalt mit Ge-
56) Sidler von Zug, nachmals Landammann.