Band 
Fünfter Theil.
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nehmenden Sklavensinn vorstellt ^°): so regt sich im Innerstenein stolzes Ehrgefühl im Hinblick darauf, wie die einzigein Europa übriggelassene und auf allen Seiten von unter-worfenen Königreichen umgebene Republik noch ihre Würdebewahrt, ihre Rechte gegen einen allen Widerstand nieder-werfenden Willen zu vertheidigen, oder wenigstens in dengefährlichsten Zeiten durch eine gemäßigte Unterwerfung denbösen Schein zu meiden und die äußere Form der Unab-hängigkeit beizubehalten wagt. Allerdings trug auch dieSchweiz das Joch, das auf dem Continenke lastete; alleinsie blieb aufrecht und kroch nicht; man sah sie geknechtet,aber niemals knechtisch. Die Großherzigkeit ihrer Bundes-häupter verlieh ihr mitunter sogar eine edle Haltung. Sogedachte Reinhard von Zürich in feiner Eröffnungsrede in derTagsatzung von 1807, also in dem Augenblicke, da Preußen zermalmt darniederlag, der Freundschaft des tiefgebeugtenKönigs für die Schweiz , und erwiederte sie an öffentlicherStelle auf eine Weise, welche sowohl dem Magistraten,als dem Volke Ehre machte. Unter der Hand des Siegershatte die Schweiz noch Huldigungen für den Besiegten.

80) Siehe einige Thatsachen unter andern in den Briefen StapferS anRengger. Leben und Briefwechsel von Alb. Rengger, II, 118,11g, 121. 143.