Band 
Fünfter Theil.
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gewesenen Oberherrlichkeit über das Kloster Engelberg fürNidwalden, wogegen Obwalden drei Freiplätze für Studi-rende behielt; ein erneuerter Aufruf an die vaterländischeGemeinnützigkeit zu Gunsten der nahen Beendigung der Linth -arbeiten; endlich die rasche Unterdrückung einer Widerspen-stigkeit des aargauifchen Städtchens Aarburg durch die Re-gierung ' 2 ), das waren beinahe die einzigen, ganz im Innernsich zutragenden Vorgänge, welche, in Erwartung der Ereig-nisse von Außen, die Aufmerksamkeit der Kantone und theil-weise der Tagsatzung beschäftigten.

Der Kaiser der Franzosen, für welchen die Schweizer ihr Heldenblut in Strömen vergossen, hatte immer Beschwer-den gegen sie, oder glaubte wenigstens zu haben. Zu solchengab ihm abermals die Presse im Z. 1812 Anlaß. Usterihatte der Allgemeinen Zeitung die wesentlichen Bestimmun-gen der neuen Militärkapitulation mit Frankreich mitgetheilt,noch ehe der Landammann der Schweiz selbst dieselben amt-lich kannte und während die kaiserliche Regierung eine solcheVeröffentlichung durch französische Blätter gar nicht gestat-tete 2'). Nach den ersten Unfällen Napoleons beschwerte sichsein Gesandter über die schweizerischen Zeitungen, besondersüber diejenigen von Zürich und Lausanne, welche die Frank-reich ungünstigen Nachrichten auf eine boshafte Weise ent-stellten; der Stadt Basel aber machte er den Vorwurf, daßman daselbst die Allgemeine Zeitung sehr begierig lese undsich in scharfen Zerrbildern über die Franzosen erlustige ^).

19) T. Brenner, der K. Aargau, I, 163, 161. Bern fürchtete dieStimmung des Volkes und ermächtigte, um sie zu kennen, zu ge-heimen PolizeiauSgaben. Manual des Slaatsraihs, 4. No». 18>3.

20) Oben S. 86.

21) Kreisschreibe» an die Stände, 6. April 1812; Abschied 1812 , §.42.

22) Graf Talieycand an den Landammann von Reinhard, 1 . Mär; 18lZ;Abschied 1813, §. 15.